Wirtschaft

Bericht: Überstellung von inhaftiertem Ex-VW-Manager nach Deutschland geplant

  • AFP - 12. Juli 2020, 22:30 Uhr
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Der VW-Abgasskandal zieht weiter Kreise
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Der im Zusammenhang mit dem Abgasskandal in den USA inhaftierte ehemalige VW-Manager Oliver Schmidt soll laut einem Zeitungsbericht nach Deutschland überstellt werden. Zu der Auslieferung finde am Donnerstag eine Anhörung statt, sagte Schmidts Anwalt.

Der im Zusammenhang mit dem Abgasskandal in den USA inhaftierte ehemalige VW-Manager Oliver Schmidt soll laut einem Zeitungsbericht nach Deutschland überstellt werden. Zu der Auslieferung finde am Donnerstag eine Anhörung vor einem Bezirksgericht in Detroit im US-Bundesstaat Michigan statt, berichtete die "Westfalenpost" (Montagsausgabe) unter Berufung auf den Anwalt Alexander Sättele, der Schmidt vertritt.

"Es handelt sich bei dem Termin um eine formale Anhörung, ob Herr Schmidt einer Auslieferung nach Deutschland zustimmt", sagte Sättele der Zeitung. Seine Überstellung in die Heimat hat der heute 51-jährige Ingenieur bereits vor zwei Jahren beantragt.

Ein Bundesgericht in Detroit hatte Schmidt am 6. Dezember 2017 wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze zu einer siebenjährigen Gefängnisstrafe und zu einer Geldstrafe in Höhe von 400.000 Dollar (354.000 Euro) verurteilt. Volkswagen entließ ihn noch im selben Monat.

Ob Schmidt den Rest seiner Haftstrafe in Deutschland absitzen müsse, werde nach der Auslieferung ein deutsches Gericht entscheiden, sagte Sättele der "Westfalenpost". Seinem Mandanten, der in der Haftanstalt Milan in Michigan einsitzt, gehe es den "Umständen entsprechend gut".

Volkswagen wollte sich nach Angaben der Zeitung nicht zu dem Auslieferungsverfahren äußern. Unabhängig davon sei die arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit Schmidt wegen der Corona-Pandemie ins Stocken geraten, zitierte die Westfalenpost einen Konzernsprecher.

Die Manipulation von Diesel-Wagen des VW-Konzerns zur Vortäuschung besserer Abgaswerte war im September 2015 öffentlich geworden. Der Skandal löste eine Klagewelle insbesondere in den USA sowie in Deutschland aus.

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