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Acht Verletzte bei Anschlag auf Bus in Jerusalem

  • AFP - 14. August 2022, 10:37 Uhr
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Aufräumarbeiten nach Anschlag auf einen Linienbus in Jerusalem
Bild: AFP

Bei einem Anschlag auf einen Bus im Zentrum von Jerusalem sind am Sonntagmorgen acht Menschen verletzt worden, darunter eine schwangere Frau. Ein Mann habe Schüsse auf den Linienbus abgefeuert, teilte die Polizei mit.

Bei einem Anschlag auf einen Bus im Zentrum von Jerusalem sind acht Menschen verletzt worden - unter ihnen eine schwangere Frau, deren Kind per Kaiserschnitt entbunden werden musste. Ein Mann habe Schüsse auf den Linienbus abgefeuert, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der Angriff habe sich nahe der Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt ereignet, der mutmaßliche Täter sei später festgenommen worden.

Wie der Fahrer des Linienbusses berichtete, schoss der Bewaffnete in der Morgendämmerung auf das Fahrzeug und Passanten ringsum. "Ich kam von der Klagemauer. Der Bus war voll mit Fahrgästen. Ich hielt an der Haltestelle Davidsgrab, in dem Moment begannen die Schüsse. Draußen sah ich zwei Menschen fallen, im Bus bluteten zwei. Alle gerieten in Panik", sagte der Fahrer vor seinem von Kugeln durchlöcherten Fahrzeug.

Unter den Schwerverletzten war auch eine schwangere Frau. Ihr Baby sei per Kaiserschnitt entbunden worden und in einem stabilen Zustand, sagte ein Sprecher des behandelnden Krankenhauses der Nachrichtenagentur AFP. Die Mutter hingegen sei intubiert und schwebe in Lebensgefahr.

Die Polizei leitete sofort nach der Tat eine Fahndung nach dem Täter ein, der zunächst fliehen konnte. Später verkündete ein Polizeisprecher im staatlichen Rundfunk die Festnahme eines Verdächtigen: "Der Terrorist ist in unseren Händen."

In der Nähe des Anschlagsorts waren nach Angaben eines AFP-Journalisten zahlreiche Polizeikräfte im Einsatz. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom (MDA) bezeichnete den Vorfall als "Terroranschlag". Israels Ministerpräsident Jair Lapid erklärte: "Alle, die uns Schaden zufügen wollen, sollten wissen, dass sie (...) einen Preis dafür zahlen werden."

Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas begrüßte den Anschlag als eine "heldenhafte Operation", übernahm jedoch nicht die Verantwortung für die Tat. "Unser Volk wird weiterhin Widerstand leisten und die Besatzer mit allen Mitteln bekämpfen", hieß es in einer Erklärung.

Der Anschlag ereignete sich eine Woche nach einer dreitägigen militärischen Auseinandersetzung zwischen Israel und der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Israels Luftwaffe griff dabei Ziele im Gazastreifen an, der Islamische Dschihad feuerte Raketen auf Israel ab. Mindestens 49 Palästinenser starben in dem Konflikt, der durch eine von Ägypten vermittelte Feuerruhe beendet wurde.

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