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Corona-Politik von zurückgetretener Regierung wird überprüft

  • AFP - 3. Juli 2020, 19:19 Uhr
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Edouard Philippe
Bild: AFP

Ein französisches Gericht hat eine Untersuchung gegen den zurückgetretenen Staatschef Edouard Philippe und zwei ehemalige Minister wegen ihres Umgangs mit der Corona-Pandemie eingeleitet.

Die französische Justiz hat eine Untersuchung gegen den zurückgetretenen Premierminister Edouard Philippe und zwei ehemalige Minister wegen ihres Umgangs mit der Corona-Pandemie eingeleitet. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, waren zuvor neun Beschwerden gegen die Regierungsmitglieder für zulässig erklärt worden. Die Vorwürfe richten sich neben Philippe auch gegen die ehemaligen Gesundheitsminister Agnes Buzyn und ihren Nachfolger Olivier Véran. Die Untersuchung wird vom Gerichtshof der Republik (CJR) geführt. 

Am Freitag war die französische Regierung zurückgetreten. Präsident Emmanuel Macron reagierte damit auf die Schlappe bei den Kommunalwahlen am Sonntag. Macron hatte nach der Wahl "Fehler" eingeräumt, die zuallererst er selbst zu verantworten habe. Damit bezog sich der 42-jährige Staatschef unter anderem auf die Notlage der öffentlichen Krankenhäuser an, denen er vor der Coronavirus-Pandemie Kürzungen verordnet hatte. In der Krise mit rund 30.000 Todesopfern in Frankreich stießen die Kliniken rasch an ihre Grenzen. 

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