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Mindestens fünf Tote bei Erdbeben im Iran

  • AFP - 2. Juli 2022, 18:41 Uhr
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Das Dorf Sajeh Chost liegt in Trümmern
Bild: AFP

Bei einem Erdbeben im Iran sind am Samstag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 90 weitere Menschen seien bei den nächtlichen Erdstößen in der südlichen Provinz Hormosgan verletzt worden, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes.

Bei einem Erdbeben im Iran sind am Samstag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 90 weitere Menschen seien bei den nächtlichen Erdstößen in der südlichen Provinz Hormosgan verletzt worden, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes dem Staatsfernsehen. "Völlig zerstört" war nach Angaben der Provinzregierung das Dorf Sajeh Chost. Es lag in der Nähe des Bebenzentrums.

Ein erstes Beben der Stärke 6,0 ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS gegen 2.00 Uhr nachts. Zwei Stunden später folgten zwei weitere Erdstöße der Stärken 5,7 und 6,0. Wie im Staatsfernsehen zu sehen war, wurden in Sajeh Chost viele Häuser komplett zerstört. Rettungswagen und andere Fahrzeuge kamen kaum durch, weil Trümmer die Straßen blockierten.

Aus Angst vor Nachbeben verbrachten auch viele der 500.000 Einwohner der rund hundert Kilometer östlich vom Epizentrum gelegenen Hafenstadt Bandar Abbas den Rest der Nacht im Freien. In fast 30 Dörfern fiel der Strom aus.

"93 Menschen wurden verletzt, nur sieben von ihnen werden aber noch im Krankenhaus behandelt", sagte Katastrophenschutz-Sprecher Modschtaba Chaledi dem Staatsfernsehen. Der iranische Rote Halbmond stellte nach eigenen Angaben bereits am Morgen die Such- und Rettungsarbeiten ein. "Wir konzentrieren uns auf die Unterbringung der Erdbebenopfer", sagte Gouverneur Hormosgan Dosti.

Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Irna wurden auf der Insel Qeshm 50 historische Windmühlen durch das Beben zerstört. 

Unter dem Iran verlaufen mehrere tektonische Bruchlinien, das Land wird regelmäßig von Beben erschüttert. Das verheerendste Erdbeben ereignete sich 1990: Durch das Beben der Stärke 7,4 kamen damals im Norden des Landes 40.000 Menschen ums Leben.

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