Gesundheit

Lauterbach rechnet durch Cannabis-Legalisierung mit Einbruch des Schwarzmarkts

  • AFP - 1. Juli 2022, 09:02 Uhr
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Cannabis-Festival in Thailand
Bild: AFP

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat betont, dass die ,,Vorzüge' einer Cannabis-Legalisierung unter der Voraussetzung der Kontrolle und Qualitätssicherung mittlerweile ,,klar überwiegen'. In der Sendung ,,RTL Direkt' sagte Lauterbach: ,,Wenn wir die Kontrolle gewinnen und Sicherheit da hineinbringen wollen, dann ist die Legalisierung besser.' Zudem sagte der SPD-Politiker, dass er damit rechne, dass eine Legalisierung den Schwarzmarkt bekämpfen könne. Dies sei ,,empirisch' belegt: ,,Wenn Erwachsene sich den Konsum leisten können, indem sie das Haschisch legal kaufen, dann bricht der Schwarzmarkt ein.' Auf die Frage, ab wann legales Cannabis zum Verkauf angeboten werde, antwortete Lauterbach: ,,Das wird frühestens im nächsten Jahr so weit sein, dass man dann tatsächlich diese legalisierte Droge kaufen kann.'

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die geplante Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken verteidigt. Die "Vorzüge" einer Legalisierung unter der Voraussetzung der Kontrolle und Qualitätssicherung würden "klar überwiegen", sagte Lauterbach am Donnerstagabend in der Sendung "RTL Direkt". "Wenn wir die Kontrolle gewinnen und Sicherheit da hineinbringen wollen, dann ist die Legalisierung besser", betonte der Minister.

Er rechne damit, dass eine Legalisierung den Schwarzmarkt bekämpfen könne. Dies sei "empirisch" belegt: "Wenn Erwachsene sich den Konsum leisten können, indem sie das Haschisch legal kaufen, dann bricht der Schwarzmarkt ein." Auf die Frage, ab wann legales Cannabis zum Verkauf angeboten werde, antwortete Lauterbach: "Das wird frühestens im nächsten Jahr so weit sein, dass man dann tatsächlich diese legalisierte Droge kaufen kann."

Lauterbach hatte sich am Donnerstag zum Abschluss einer Serie von Expertenanhörungen klar für eine straffreie kontrollierte Abgabe des Rauschmittels ausgesprochen. Die Ampel-Parteien hatten die kontrollierte Cannabis-Freigabe in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Bis Jahresende wollen sie einen Gesetzentwurf vorlegen; nach vier Jahren sollen die Ergebnisse evaluiert werden. Die meisten Bundesländer verzichten bereits auf eine Strafverfolgung bei dem Besitz geringer Mengen Cannabis. 

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