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Crimpen – ein zeitsparendes Verfahren für sichere elektrische Verbindungen und Befestigungen

  • Redaktion - 27. Mai 2022
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@ Ralphs_Fotos (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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Beim sogenannten Crimpen geht es um ein spezielles und praktisches Befestigungsverfahren, welches in unzähligen Elektro-Bereichen fast unverzichtbar ist. So lassen sich unter anderem verschiedene Typen Stecker mit Kabel kombinieren und dabei einzelne Adern zuverlässig an die Kontakte der jeweiligen Stecker elektrisch anschließen. Diese Verbindung ergibt sich normalerweise dadurch, dass sich einzelne Komponenten auf eine besondere Art plastisch verformen. Verbindungen, die durch Crimpen gesichert werden, sind anschließend oft nur schwer lösbar.

Zeitsparendes Crimpen für sichere elektrische Befestigungen

Crimpen wird überwiegend dann verwendet, wenn elektrische Verbindungen sicher und schnell hergestellt werden müssen. Diese Befestigungen lassen sich, selbst mit hoher Krafteinwirkung, kaum wieder lösen. Daher besteht durch Crimpen eine exzellente elektrische wie auch mechanische Zuverlässigkeit.

Speziell dann, falls diese Art Verbindungen schnell sowie hochqualitativ in großen Mengen herzustellen sind, ist das Crimpverfahren eine zeitsparende Alternative zum klassischen Schrauben und Löten.

Das Befestigungsverfahren bietet sich zudem dann als effiziente Lösung an, falls die Verlegung bereits konfektionierter Kabel samt Stecker nicht realisierbar ist. Das Kabel wird hierbei ohne Stecker auf seine exakte Länge gebracht und verlegt. Danach wird der Stecker mithilfe des Crimpverfahrens montiert.

Wie funktioniert Crimpen?

Bei diesem Befestigungsverfahren geht es um eine komplexe Montage, für die eine Crimpzange sowie Einzelkomponenten benötigt werden, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Sollen beispielsweise bestimmter Stecker auf Netzwerkkabel im Crimpverfahren befestigt werden, ist es zwingend notwendig, dass Stecker und Kabel für dieses Verfahren geeignet sind. Gleiches gilt unter anderem für die Befestigung von Aderendhülsen auf verschiedene Kabel oder sogenannte Litzendrähte. Die einzelnen Komponenten müssen Querschnitte aufweisen, die optimal aufeinander abgestimmt sind.

Crimpen erfolgt normalerweise so, dass abisolierte Adern oder Kabel vorerst in Steckverbindungen oder Hülsen eingelegt werden. Anschließend wenden Sie die Crimpzange zum festen Verpressen der jeweiligen Komponenten an. Die Verbindung muss so exakt ausgeführt werden, dass die abisolierten Kabel weder aus der Hülse noch aus dem Stecker herausgleiten können. Gleichzeitig muss ein zuverlässiger elektrischer Kontakt geschaffen werden.

Mögliche Fehler und Probleme beim Crimpen

Wird Crimpen nicht ordnungsgemäß nach Anweisung durchgeführt, können sich etliche Probleme bei den Kabelverbindungen zeigen. Ist Ihr Kraftaufwand für das Crimpverfahren zu gering, kann keine zuverlässige und sichere Befestigung erfolgen. In diesem Fall können sich beispielsweise Kabel lösen oder die gesamte elektrische Verbindung ist unsicher und letztendlich gefährlich.

Erfolgt das Verpressen mit zu viel Kraftaufwand, können einzelne Adern oder Kabel eventuell abgetrennt werden oder deren Querschnitt wird extrem verringert. Dieser Fehler kann extrem hohe Kontaktwiderstände hervorrufen. Befinden sich zudem noch Isolierübungsreste auf einem gecrimpten Leiter, ergibt sich oft kein sicherer elektrischer Kontakt.

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