Politik

Lemke sieht dringenden Handlungsbedarf beim Schutz biologischer Vielfalt

  • AFP - 22. Mai 2022, 14:05 Uhr
Bild vergrößern: Lemke sieht dringenden Handlungsbedarf beim Schutz biologischer Vielfalt
Umweltministerin Lemke
Bild: AFP

Ob gesunde Moore und Wälder, saubere Gewässer oder grüne Oasen in Städten: Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat einen besseren Schutz der biologischen Vielfalt angemahnt.

Ob gesunde Moore und Wälder, saubere Gewässer oder grüne Oasen in Städten: Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat einen besseren Schutz der biologischen Vielfalt angemahnt. "Intakte Ökosysteme bieten unzähligen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und helfen gleichzeitig auch im Kampf gegen die Klimakrise", erklärte Lemke am Sonntag. "Ohne die Vielfalt unserer Arten und Lebensräume ist unsere gemeinsame Zukunft in Gefahr", warnte die Ministerin.

Sie setze sich daher "national wie international gezielt für den Schutz der biologischen Vielfalt ein", hob Lemke hervor und verwies auf die von ihr Ende März vorgestellten Eckpunkte für ein Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz im Umfang von vier Milliarden Euro sowie den Bundesnaturschutzfonds. Für den Fonds, der unter anderem vorbeugende Schutzmaßnahmen für Arten vorsieht, die vom Erneuerbaren-Ausbau besonders betroffenen sind, sind in der Finanzplanung für 2022 bis 2026 Bundesmittel in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro vorgesehen. 

Außerdem soll eine Neuauflage der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt dafür sorgen, dass Themen stärker ins Blickfeld zu rücken, die bislang nach Ministeriumsangaben nur unzureichend behandelt wurden - beispielsweise der Insekten- oder der Meeresschutz.

Wie Lemkes Ministerium am Sonntag anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt erklärte, hat sich der Zustand der biologischen Vielfalt dramatisch verschlechtert. Laut Weltbiodiversitätsrat könnten eine Million Tier-, Pflanzen-, und Pilzarten im Laufe des 21. Jahrhunderts aussterben. 

Der Internationale Tag geht auf die vor dreißig Jahren unterzeichnete internationale Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt zurück. Er soll den Schutz bedrohter Tier-, Pflanzenarten und Ökosysteme sowie deren Bedeutung für die Menschheit in den Fokus rücken. 

Lemke betonte, Artenschutz sei "ein existentielles Anliegen, das ganz oben auf die globale Agenda gehört". Deshalb werde das Thema auch in der kommenden Woche bei den G7-Verhandlungen einen besonderen Stellenwert haben. 

Weitere Meldungen

Patriotische Jugendbewegung in Russland gegründet

Die Staatsduma in Russland hat am Mittwoch ein Gesetz zur Gründung einer patriotischen Jugendbewegung beschlossen. Die Abgeordneten des russischen Unterhauses in Moskau votierten

Mehr
Scholz kündigt Punktesystem für Fachkräfte-Zuwanderung an

Nach dem Kabinettsbeschluss zu Erleichterungen im Aufenthaltsrecht hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) weitere Neuerungen in der Migrationspolitik angekündigt. Noch in diesem Jahr

Mehr
Frankreichs Premierministerin umwirbt die Opposition und will EDF verstaatlichen

Frankreichs Premierministerin Elisabeth Borne hat in ihrer  Regierungserklärung die erstarkte Opposition umworben und die Verstaatlichung des Energiekonzerns EDF in Aussicht

Mehr

Top Meldungen

Wirtschaftsministerium beharrt auf Energiesanktionen gegen Russland

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Michael Kellner (Grüne) hat den Vorschlag des Linken-Wirtschaftspolitikers Klaus

Mehr
Arbeitsminister: Flughafenchaos ohne Tariflöhne nicht verwunderlich

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat angesichts der chaotischen Zustände an deutschen Flughäfen die Arbeitgeber in die Pflicht genommen.

Mehr
DIHK verlangt mehr Anstrengungen zur Fachkräftesicherung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert von der Politik mehr Anstrengungen, um den Bedarf an Fachkräften im Land zu sichern.

Mehr