Politik

Nato sichert Ukraine Zusammenarbeit bei Cyber-Sicherheit zu

  • AFP - 14. Januar 2022, 16:23 Uhr
Bild vergrößern: Nato sichert Ukraine Zusammenarbeit bei Cyber-Sicherheit zu
Wer hinter der Cyberattacke steht, war zunächst unklar
Bild: AFP

Nach einer massiven Cyberattacke auf die Regierung der Ukraine hat die Nato Kiew eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Cyber-Sicherheit zugesagt.

Nach einer massiven Cyberattacke auf die Regierung der Ukraine hat die Nato Kiew eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Internet-Sicherheit zugesagt. Wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag mitteilte, will das Bündnis damit auf den Angriff auf wichtige Websites der ukrainischen Regierung reagieren. Auch die EU und die Bundesregierung kündigten Unterstützung an.

"In den kommenden Tagen werden die Nato und die Ukraine ein Abkommen über eine verstärkte Cyber-Zusammenarbeit unterzeichnen, das auch den ukrainischen Zugang zur Nato-Plattform für den Austausch von Malware-Informationen vorsieht", erklärte Stoltenberg. Das Bündnis arbeite bereits seit Jahren eng mit der Ukraine zusammen, um die Cyberabwehr des Landes zu stärken.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sagte beim EU-Außenministertreffen im französischen Brest, die EU werde alle Mittel mobilisieren, um Kiew zu unterstützen. Unter anderem sei eine Dringlichkeitssitzung des Politischen und Sicherheitskomitees der EU anberaumt worden. Dabei gehe es auch um technische Hilfestellung für die Ukraine.

Mehrere Internetseiten der ukrainischen Regierung waren in der Nacht zum Freitag Ziel eines massiven Cyberangriffs geworden. Unter anderem die Webseite des Außenministeriums konnte nicht aufgerufen werden. Dort waren vorübergehend die Worte "Habt Angst und rechnet mit dem Schlimmsten" in ukrainischer, russischer und polnischer Sprache zu lesen. Auch die Webseiten des Katastrophenschutzministeriums und des Kabinetts waren nicht erreichbar. 

Der Cyberangriff erfolgte inmitten der verschärften Spannungen zwischen Russland und dem Westen im Ukraine-Konflikt. Angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarsches an der Grenze zur Ukraine fürchtet der Westen, Moskau könnte das Nachbarland angreifen. 

Weitere Meldungen

Erneut tausende Teilnehmer bei Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen

In zahlreichen deutschen Städten sind am Montagabend erneut tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Den Mitteilungen der Polizei

Mehr
Scholz empfängt Nato-Generalsekretär Stoltenberg in Berlin

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) empfängt am Dienstag (12.00 Uhr) Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Bundeskanzleramt in Berlin. Um 13.45 Uhr ist ein gemeinsames

Mehr
Familienmitglieder Martin Luther Kings demonstrieren für Bidens Wahlrechtsreform

Familienmitglieder des ermordeten US-Bürgerrechtlers Martin Luther King haben an dessen Gedenktag an Demonstrationen zur Unterstützung von US-Präsident Joe Bidens Wahlrechtsreform

Mehr

Top Meldungen

Söder will für mehr Energiesicherheit sorgen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder arbeitet an einem Plan für mehr Energiesicherheit. Bei seinem Treffen mit Bundeswirtschaftsminister Robert

Mehr
EU und USA entschärfen Sanktionsdrohungen gegenüber Russland

Brüssel/Washington (dts Nachrichtenagentur) - Europa und die USA entschärfen die westlichen Sanktionsdrohungen gegenüber Moskau. Die Idee, russische Banken vom

Mehr
Tarifverhandlungen im privaten Bankengewerbe ergebnislos abgebrochen

Die Tarifverhandlungen im privaten Bankengewerbe sind am Montag ohne Ergebnis abgebrochen worden. Der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (ABV) kritisierte am Montag die

Mehr