Wirtschaft

IWH: Leichter Anstieg bei Insolvenzen setzt sich im November fort

  • AFP - 7. Dezember 2021, 14:32 Uhr
Bild vergrößern: IWH: Leichter Anstieg bei Insolvenzen setzt sich im November fort
Geschlossene Bar in Berlin
Bild: AFP

Auch weiterhin erklären nur wenige Personen- und Kapitalgesellschaften die Insolvenz: Nach historischen Tiefständen stieg die Anzahl der Insolvenzanträge im November im Vergleich zum Vormonat leicht auf insgesamt 655, wie das IWH erklärte.

Auch weiterhin erklären nur wenige Personen- und Kapitalgesellschaften die Insolvenz: Nach historischen Tiefständen stieg die Anzahl der Insolvenzanträge im November im Vergleich zum Vormonat leicht auf insgesamt 655, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Dienstag erklärte. Im Vergleich zum Allzeittief der Monate August und September stieg die Anzahl der Insolvenzen somit um 15 Prozent. Die Zahl der betroffenen Arbeitsstellen blieb laut IWH gering.

In den größten zehn Prozent der betroffenen Unternehmen waren demnach etwa 3100 Stellen von den Insolvenzen betroffen. Nur im August 2021 war die Anzahl laut IWH noch geringer. Das IWH rechnet mit einem weiteren leichten Anstieg der Insolvenzzahlen in den kommenden Monaten.

"Durch die anhaltend geringen Insolvenzzahlen steigt derzeit jeden Monat die Zahl der Unternehmen, die nur durch staatliche Unterstützungsprogramme im Markt bleiben können", erklärte IWH-Insolvenzexperte Steffen Müller. Durch den fehlenden Wettbewerb könne auch Schaden entstehen, warnte er weiter. Die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen sollten deshalb nicht über den März 2022 verlängert werden, forderte das IWH.

Für das Jahr 2022 rechnen die Experten der Kreditversicherungsgesellschaft Euler Hermes laut einer Studie aus dem Oktober mit deutlich mehr Insolvenzen: Ein Anstieg um rund 15 Prozent sei demnach zu erwarten. Die globalen Fallzahlen würden jedoch wegen des niedrigen Ausgangsniveaus trotzdem vier Prozent unter dem Wert von 2019 liegen. Grund für die aktuell niedrigen Insolvenzzahlen seien staatliche Unterstützungsmaßnahmen.

Weitere Meldungen

Apotheker für Ende der PCR-Test-Pflicht

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Der Apothekerverband Nordrhein fordert ein Ende der PCR-Pflicht. "Wir müssen bei der Teststrategie jetzt andere Wege gehen, um eine

Mehr
DIW-Präsident will staatliches Energiegeld für Geringverdiener

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dringt auf eine Reaktion der Regierung angesichts der hohen Inflation.

Mehr
Eigentümerverband offen für Stufenmodell beim CO2-Preis

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Eigentümerverband Haus und Grund hat sich offen für die Einführung eines Stufenmodells beim CO2-Preis für Vermieter und Mieter gezeigt. Das

Mehr

Top Meldungen

Ökonom Bofinger: Mehrwertsteuer auf Energie halbieren

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der langjährige Wirtschaftsweise Peter Bofinger fordert, die Mehrwertsteuer auf Gas und Heizöl auf zehn Prozent zu halbieren. "Die Regierung muss

Mehr
Millionen geimpften Arbeitnehmern droht Lohnausfall bei Quarantäne

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Millionen geimpften Arbeitnehmern droht im Fall von Corona-Quarantäne das Ende der Lohnzahlung. Zu diesem Ergebnis kommt ein Kurzgutachten des

Mehr
Sozial- und Wirtschaftsexperten für Inflations-Gipfel

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, hat angesichts steigender Preise die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. "Wir

Mehr