Motor

Hyper-Bike Arlix Unica - Carbon-Cruiser

  • Mario Hommen/SP-X - 2. Dezember 2021, 14:59 Uhr
Bildergalerie: Hyper-Bike Arlix Unica - Carbon-Cruiser
Das Pedelec-Modell Arlix Unica ist so ziemlich das Gegenteil von gewöhnlich Foto: EICMA

Wer lieber Fahrrad als Motorrad fährt, optisch aber auf Easy Rider machen will, hat nun eine Möglichkeit mehr, seinen Wunsch umzusetzen.

Zu den wohl eigenwilligsten Pedelec-Neuheiten der Zweiradmesse EICMA zählt das als Prototyp vorgestellte und von seinen Machern als Hyper-Bike bezeichnete Arlix Unica. Die Dimensionierung einiger Bauteile lässt den Eindruck entstehen, es könnte sich um ein Motorrad handeln. Immerhin bis zu 45 km/h schnell soll es werden.

Auffällig ist vor allem der Rahmen, bei dem es sich um eine in Handarbeit hergestellte, carbonfaserverstärkte Monocoque-Konstruktion handelt. Das Vorderrad wird von einer aus massiven Metallteilen gefertigten Parallelogramm-Gabel geführt, wie man sie sonst eher im Motorradbau vorfindet. Für die Hinterradführung ist eine geschwungene Zweiarmschwinge verantwortlich, die stilistisch ebenfalls Motorrad-Konstruktionen ähnelt. Als Fahrer nimmt man auf dem Unica eine entspannte Cruiser-Haltung ein. Für gehobenen Komfort dürften Federelemente vorne und hinten, die volumigen Reifen auf den 26-Zoll-Speichenrädern und ein gemütlich wirkender Sattel sorgen.

Das Cockpit des E-Bikes zeichnet sich durch einen großen Touchscreen aus, der als zentrales Grafikelement einen Rundtacho zeigt. Ebenfalls an ein Motorrad erinnert das darunter befindliche Zündschloss. Für E-Unterstützung sorgt ein Pedelec-Mittelmotor des chinesischen Herstellers Bafang, der abhängig von der Tretkraftunterstützung seine Kraft über eine Stufenlos-Automatik ans Hinterrad liefert. Kunden lässt Arlix die Wahl zwischen Motoren in den drei Leistungsstufen 250, 500 oder 1.000 Watt und damit auch zwischen einer auf 25 km/h limitierten Pedelec- und einer bis zu 45 km/h schnellen S-Pedelec-Version. Zur Kapazität des Akkus werden keine Angaben gemacht, doch soll eine Ladung für 200 Kilometer reichen.

Der auf der EICMA vorgestellte Prototyp zeichnet sich durch eine alltagstaugliche Ausstattung mit Schutzblechen, Seitenständer, hydraulischen Scheibenbremsen und LED-Licht aus. Der Rundscheinwerfer versprüht mit seiner Größe ebenfalls Motorrad-Flair, die Lichtstreifen des Rücklichts wurden in den Sattel integriert.

Wer ein Unica will, muss sich an die im sizilianischen Messina ansässige Firma Arlix wenden. Bei jedem Rad handelt es sich um eine Einzelanfertigung, deren Details mit den Kunden besprochen werden. Der Preis für ein Unica wird in jedem Fall fünfstellig ausfallen.

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