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Medien: Rettungsdienste gehen nach Bergwerksunglück in Sibirien von 52 Toten aus

  • AFP - 25. November 2021, 21:45 Uhr
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Rettungskräfte in der Nähe der Mine
Bild: AFP

Nach dem schweren Bergwerksunglück in Sibirien wird mittlerweile von 52 Toten ausgegangen. 'Nach vorläufigen Informationen ist niemand mehr in der Mine am Leben', berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS am Donnerstag.

Nach dem schweren Bergwerksunglück in Sibirien wird mittlerweile von 52 Toten ausgegangen. "Nach vorläufigen Informationen ist niemand mehr in der Mine am Leben", berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS am Donnerstag unter Berufung auf die örtlichen Rettungsdienste. Die Nachrichtenagenturen Interfax und Ria Nowosti berichteten ebenfalls von 52 Toten, laut TASS und Ria Nowosti sind darunter auch sechs Rettungskräfte.

Zuvor hatten die Behörden die Zahl der Toten mit mindestens 14 angegeben, allerdings wurden zu dem Zeitpunkt noch dutzende Menschen vermisst. 

Laut Ermittlern hatte sich am Morgen Rauch in der Mine in der Region Kemerowo ausgebreitet, einige Bergleute erlitten Rauchvergiftungen. Insgesamt befanden sich laut den Behörden zum Zeitpunkt des Unglücks 285 Menschen in der Mine, von denen ein Großteil gerettet werden konnte.

Spezial-Rettungsteams versuchten stundenlang, in den entlegensten Stollen zu gelangen, wo die vermissten Bergarbeiter vermutet wurden. Wegen einer gefährlichen Methankonzentration in der Mine und der drohenden Explosionsgefahr wurde die Arbeit der Teams aber am Nachmittag unterbrochen.

Die Behörden nahmen wegen möglicher Verstöße gegen die Sicherheitsbestimmungen Untersuchungen auf. Laut Ermittlern wurden der Direktor der Mine sowie sein Stellvertreter festgenommen.

Die Listwjaschnaja-Mine wurde 1956 zu Sowjetzeiten in Betrieb genommen. Besitzer ist das Unternehmen SDS-Ugol, einer der größten Kohleproduzenten Russlands. In dem Bergwerk waren bereits im Jahr 2004 bei einer Methan-Explosion 13 Menschen ums Leben gekommen. 1981 starben dort nach russischen Medienberichten ebenfalls bei einer Explosion fünf Menschen.

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