Politik

Baerbock bekräftigt zum Wahlkampfabschluss Anspruch auf das Kanzleramt

  • AFP - 24. September 2021, 18:06 Uhr
Bild vergrößern: Baerbock bekräftigt zum Wahlkampfabschluss Anspruch auf das Kanzleramt
Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock
Bild: AFP

Zwei Tage vor der Bundestagswahl hat Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock trotz magerer Umfragewerte den Anspruch ihrer Partei bekräftigt, die künftige Regierung anzuführen. Beim einer zentralen Kundgebung zum Abschluss des Wahlkampfes sagte Baerbock am Freitag in Düsseldorf, in Deutschland setzten längst viele Unternehmen auf ein Klima neutrales Wirtschaften. Nun brauche es eine 'grün-geführte Bundesregierung, die dafür den Rahmen setzt', rief die Grünen-Vorsitzende vor ihren Anhängern.

Zwei Tage vor der Bundestagswahl hat Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock trotz magerer Umfragewerte den Anspruch ihrer Partei bekräftigt, die künftige Regierung anzuführen. Bei einer zentralen Kundgebung zum Abschluss des Wahlkampfs sagte Baerbock am Freitag in Düsseldorf, in Deutschland setzten längst viele Unternehmen auf ein klimaneutrales Wirtschaften. Nun brauche es eine "grün-geführte Bundesregierung, die dafür den Rahmen setzt", rief die Grünen-Vorsitzende vor ihren Anhängern.

Bei der Bundestagswahl gehe es um die Frage, ob es weiter ein "Wegducken" mit der GroKo oder einen "neuen Aufbruch" gebe. Den bisherigen Regierungsparteien hielt sie vor, sich zwar zum Klimaschutz zu bekennen, dem aber keine Taten folgen zu lassen. "Klimakanzler auf Plakate zu schreiben, reicht nicht aus", betonte die Kanzlerkandidatin der Grünen. "Wir können uns keine halben Sachen mehr leisten."

Es gebe kein "Erkenntnis-, sondern ein Handlungsproblem", betonte Baerbock. Wenn jetzt nicht der Schalter umgelegt werde, werden die Kinder fragen: "Warum habt ihr nicht alles getan, als ihr wusstet, was zu tun ist."

Baerbock grenzte sich aber auch in der Steuer- und Sozialpolitik von Union und SPD ab. Die Union wolle nach der Wahl die Reichen noch zusätzlich entlasten, anstatt die Gelder für notwendige Maßnahmen bereitzustellen. Und die SPD habe während der zu Ende gehenden Legislaturperiode nichts dafür getan, eine Kindergrundsicherung einzuführen.

Die Grünen, die nach der Nominierung Baerbocks zur Kanzlerkandidatin zeitweise die Umfragen angeführt hatten, liegen derzeit mit rund 16 Prozent auf Platz drei hinter SPD und Union.

Weitere Meldungen

Macron-Vertrauter wird Fraktionschef der Liberalen im EU-Parlament

Die Fraktion der Liberalen im EU-Parlament hat am Dienstagabend mit Stéphane Séjourné einen engen Vertrauten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu ihrem neuen Vorsitzenden

Mehr
EU-Kommission fordert Debatte "ohne Tabus" über Schuldenregeln

EU-Währungskommissar Paolo Gentiloni hat eine Debatte "ohne Tabus" über die künftigen Schuldenregeln der Europäischen Union gefordert. Der Weg dürfe nicht "zurück zur Austerität"

Mehr
SPD, Grüne und FDP planen für Donnerstag Auftakttreffen zu Koalitionsverhandlungen

Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP soll es am Donnerstagnachmittag ein erstes Auftakttreffen geben. Inhaltliche Beratungen soll es dabei aber noch nicht

Mehr

Top Meldungen

Umfrage: Deutsche in Kernenergie-Debatte gespalten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Menschen in Deutschland sind gespalten in der Frage, ob die Abschaltung aller Kernkraftwerke weiterhin richtig ist. Das ist das Ergebnis

Mehr
Steigende Bierpreise erwartet

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts fehlender Rohstoffe müssen sich die Verbraucher wohl auf steigende Bierpreise einstellen. Getränkehersteller seien massiv von der

Mehr
Mehrheit muss sich bei steigenden Energiepreisen einschränken

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Mehrheit der Deutschen muss sich bei steigenden Energiepreisen bei anderen Ausgaben einschränken. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im

Mehr