Gesundheit

COPD: Darum ist der Rauchstopp so wichtig

  • Rudolf Huber/mp - 29. Mai 2020, 11:25 Uhr
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mp Groß-Gerau - Nur 20 bis 30 Prozent der Betroffenen haben eine COPD-Diagnose erhalten. utah778 iStock GettyImages.com

Der Konsum von Zigaretten gilt als Risikofaktor für die Entstehung von unterschiedlichen Krankheiten, beispielsweise der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Ein konsequenter Rauchstopp sowie der Schutz vor Passivrauchen zählen zu den wichtigsten Schritten der Behandlung.


Der Konsum von Zigaretten gilt als Risikofaktor für die Entstehung von unterschiedlichen Krankheiten, beispielsweise der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Ein konsequenter Rauchstopp sowie der Schutz vor Passivrauchen zählen zu den wichtigsten Schritten der Behandlung. Darauf machen Experten anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2020 aufmerksam.

Unter dem Sammelbegriff COPD wird eine Gruppe von Krankheiten der Lunge zusammengefasst, bei denen die Atemwege dauerhaft verengt sind. Sie sind durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot gekennzeichnet. In Deutschland wird die Zahl der an COPD erkrankten Menschen auf rund 6,8 Millionen geschätzt.

Ursache der COPD ist meist das regelmäßige Einatmen von Schadstoffen - beispielsweise von Staub und Chemikalien am Arbeitsplatz. Auch Rauchen ist ein Risikofaktor. Ebenso gilt ein Zusammenhang zwischen Passivrauchen und COPD als wahrscheinlich.

Neben dem Suchtstoff Nikotin finden sich im Zigarettenrauch rund 4.800 chemische Substanzen - einige davon nachweislich gesundheitsschädlich. Dazu gehören unter anderem Teerstoffe, Chrom, Benzol oder Blei. Ein langjähriger, regelmäßiger Konsum von Zigaretten kann daher die Entstehung unterschiedlicher Erkrankungen begünstigen. Zu ihnen gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Krebsarten.

In erster Linie jedoch wird durch das Rauchen die Lunge stark in Mitleidenschaft gezogen: Es kann die Bronchien reizen, zu einer vermehrten Schleimbildung führen und die Selbstreinigung des Atemorgans stören. Im Fall eines bereits bestehenden Lungenleidens, wie beispielsweise einer COPD, kann Zigarettenkonsum daher Beschwerden wie Atemnot und Husten verstärken.

Der Verzicht auf die Zigarette sowie der Schutz vor Passivrauchen gehören zu den wichtigsten Schritten bei der Behandlung der COPD. Im Rahmen der medikamentösen Therapie kommt in der Regel eine Inhalationstherapie zum Einsatz. Diese wird an den Schweregrad der Erkrankung angepasst. Wichtig dabei ist nicht nur die Wahl der passenden Wirkstoffe, sondern auch, dass beim Inhalieren eine ausreichende Menge in den Atemwegen ankommt - Experten sprechen dabei von der Lungendeposition.

Eine neuartige Inhalationstherapie kombiniert bewährte kurz- und langwirksame Wirkstoffe in einem Dosier-Aerosol. Phospholipid-Partikel werden dabei als natürliche Trägersubstanzen eingesetzt. Der Vorteil: Phospholipide sind Teil der körpereigenen Substanz, die die Innenflächen der Lungen auskleidet. Sie lösen sich daher in der Lunge vollständig auf. Dadurch können sich die an ihnen haftenden Wirkstoffe besser in den großen und kleinen Atemwegen verteilen. Auf diese Weise kommen bei der Inhalation 38 Prozent der Wirkstoffe in den Atemwegen an (gezeigt an gesunden Probanden).

COPD ist in Deutschland und in anderen Teilen der Welt unterdiagnostiziert. Studien weisen darauf hin, dass zehn bis zwölf Prozent der Erwachsenen eine andauernde Einschränkung der allgemeinen Lungenfunktion aufweisen, davon aber nur 20 bis 30 Prozent eine COPD-Diagnose erhalten haben. So kann zum Beispiel auch für Ärzte die Unterscheidung zwischen COPD und Asthma mitunter schwierig sein. Bei einigen Patienten können typische Asthma- und COPD-Symptome gleichzeitig auftreten.

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