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Bundeselternrat will Kurse für Lehrer mit digitalen Defiziten

  • dts - 29. Mai 2020
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Berlin - Der Vorsitzende des Bundeselternrats fordert verpflichtende Schulungen für Lehrer mit digitalen Defiziten. "Damit sämtliche Lehrer in der Lage sind, mit digitalen Systemen umzugehen und online zu unterrichten, sollten die Sommerferien für Schulungen genutzt werden", sagte Wassmuth den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Dazu könnten auch außerschulische Bildungsträger beauftragt werden. "Für Lehrer, die große Defizite haben, sollten solche Schulungen verpflichtend sein", forderte der Elternvertreter. Der Bundeselternrat rechnet damit, dass es aus Gründen des Infektionsschutzes auch nach den Ferien an den meisten Schulen eine Mischung aus Präsenzunterricht und digitalem Fernunterricht geben werde. "Wir müssen die nächsten Wochen dringend dazu nutzen, die Lehrer dafür fit zu machen." Viele Lehrer würden das möglicherweise als Zumutung sehen, doch es gebe Zeiten, in denen man auch mal "mehr als 100 Prozent geben" müsse. "Das müssen wir Eltern auch." Wassmuth begründete seinen Vorstoß auch mit den langfristigen Folgen der Corona-Pandemie: "Wir müssen uns darauf einstellen, dass das gesamte nächste Schuljahr unter Corona-bedingten Einschränkungen laufen wird." Möglicherweise werde man erst im Sommer 2021 wieder zum Regelbetrieb zurückkehren. Doch dann seien die Schulen anders als vor Corona: "Die Pandemie beschleunigt die Digitalisierung, von der wir in den letzten Jahren immer nur geredet haben." Der Bundeselternrat ist die Dachorganisation der Landeselternvertretungen in Deutschland.

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