Gesundheit

Hirntumor: Digitaler Austausch für Patienten und Angehörige

  • Lars Wallerang/mp - 16. Juli 2021, 10:35 Uhr
Bild vergrößern: Hirntumor: Digitaler Austausch für Patienten und Angehörige
mp Groß-Gerau - Wichtiger Dialog: Digitale Angebote geben Patienten mit der Diagnose Glioblastom sowie ihren Angehörigen die Möglichkeit, sich bundesweit untereinander auszutauschen. Istock.com / FatCamera

Ein Glioblastom ist ein bösartiger und sehr aggressiver Tumor des Gehirns.
Die Diagnose einer so schweren Erkrankung ist meist ein Schock und kann das bisherige Leben der Betroffenen aus den Fugen heben. Ziel des Aktionstags am
17. Juli ist es, über die Erkrankung zu informieren und den Austausch unter Patienten und Angehörigen zu stärken.


Ein Glioblastom ist ein bösartiger und sehr aggressiver Tumor des Gehirns. Die Diagnose einer so schweren Erkrankung ist meist ein Schock und kann das bisherige Leben der Betroffenen aus den Fugen heben. Ein Aktionstags am 17. Juli 2021 soll nun Gelegenheit geben, sich über die Erkrankung zu informieren und den Austausch unter Patienten und Angehörigen zu stärken.

Ein reales Treffen ist in Zeiten der Covid-19-Pandemie nicht so einfach umzusetzen: Viele Präsenz-Hilfsangebote ruhen derzeit. Doch digitale Angebote können hier Abhilfe schaffen.

Das Glioblastom ist eine schwere Erkrankung, die den Alltag der Patienten von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellt. Dieser bösartige Hirntumor kann sich beispielsweise durch Sehstörungen oder Schwindel bemerkbar machen. Es können auch plötzliche epileptische Anfälle, Kopfschmerzen, Lähmungen oder Sprachstörungen auftreten.

Diese Symptome können jedoch auch andere Ursachen haben. Sollte es jedoch tatsächlich zur Diagnose eines Hirntumors kommen, benötigen die Patienten neben der Therapie des Tumors, die beim Glioblastom aus mehreren Therapieformen besteht, auch seelische Unterstützung. Möglich ist dies zum Beispiel durch professionelle psychoonkologische Betreuung, sowie in Form einer Selbsthilfegruppe. Diese ermöglicht den Austausch mit anderen Betroffenen und kann Patienten und Angehörigen Mut und Zuversicht vermitteln.

Ein persönliches Treffen vor Ort ist dafür nicht zwingend notwendig: Digitale Angebote wie beispielsweise das neue Patientenforum www.forum.glioblastom.de, geben Patienten mit der Diagnose Glioblastom sowie ihren Angehörigen die Möglichkeit, sich bundesweit untereinander auszutauschen.

Das Glioblastom gilt bislang als nicht heilbar. Es gibt jedoch stetig Fortschritte in der Forschung und bei der Entwicklung innovativer Therapien. Eine inzwischen etablierte Methode ist die Behandlung des Glioblastoms mit Tumor Treating Fields (TTFields).

Dabei wird der Tumor rasch wechselnden elektrischen Feldern ausgesetzt.
Diese können die schnelle Teilung der Tumorzellen verlangsamen oder stoppen und zu ihrem Absterben führen. Ein kleines, tragbares Therapiegerät erzeugt die TTFields, die über vier Arrays, die direkt auf der Kopfhaut platziert werden, an den Tumor abgegeben werden. Die Kosten hierfür werden beim neu diagnostiziertem Glioblastom in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

Weitere Meldungen

Militär zur Kontrolle von Corona-Lockdown in Sydney angefordert

Die Polizei in Sydney hat angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen die Unterstützung des Militärs angefordert. 300 Soldaten sollen bei der Überwachung des Lockdowns in

Mehr
US-Schauspieler Bob Odenkirk bei Dreharbeiten zusammengebrochen

Der US-Schauspieler Bob Odenkirk ist Medienberichten zufolge bei den Dreharbeiten zu der Fernsehserie "Better Call Saul" im US-Bundesstaat New Mexico zusammengebrochen.

Mehr
Heuschnupfen in Großstädten häufiger als auf dem Land

Menschen in Großstädten erkranken häufiger an Heuschnupfen als jene auf dem Land. Eine vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) am Dienstag in Berlin

Mehr

Top Meldungen

Bauindustrie bei Wiederaufbau im Hochwassergebiet optimistisch

Berlin - Der Präsident des Bundesverbandes der Bauindustrie, Peter Hübner, hat sich optimistisch zum Wiederaufbau in den Katastrophengebieten geäußert. Die Aufräumarbeiten gingen

Mehr
BDI beklagt kurzfristiges Handeln der Regierung in Pandemie

Berlin - Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, hat der Bundesregierung vorgeworfen, in der Corona-Pandemie zu kurzfristig zu

Mehr
Scholz: Klima- und Energiepolitik muss "Chefsache" werden

Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die Union für ihre Klima- und Energiepolitik frontal angegriffen. "Jahrelang hat das zuständige Wirtschaftsministerium sich

Mehr