Wirtschaft

Geschäfte von Adidas und Puma gehen in China wegen Coronavirus in den Keller

  • AFP - 19. Februar 2020, 13:39 Uhr
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Schuhe von Adidas und Puma
Bild: AFP

Die Geschäfte der deutschen Sportartikel-Hersteller Adidas und Puma in China sind in den vergangenen Wochen wegen der Ausbreitung des Coronavirus massiv eingebrochen.

Die Geschäfte der deutschen Sportartikel-Hersteller Adidas und Puma in China sind in den vergangenen Wochen wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus massiv eingebrochen. Adidas verzeichnete nach eigenen Angaben vom Mittwoch seit Ende Januar einen Einbruch der Verkaufszahlen in China, Hongkong und Taiwan von rund 85 Prozent im Vorjahresvergleich. Konkurrent Puma erklärte, sein Geschäft in China sei von den Restriktionen und Sicherheitsmaßnahmen der chinesischen Behörden schwer betroffen.

Grund für die deutlich gesunken Verkaufszahlen sind nach Angaben der Hersteller die Schließungen zahlreicher Geschäfte und die gesunkene Nachfrage infolge der Coronavirus-Epidemie. Puma teilte mit, dass etwa die Hälfte seiner Verkaufsstellen geschlossen sei.

Adidas gab an, dass in anderen asiatischen Staaten trotz der Ausbreitung des neuartigen Virus keine größeren Auswirkungen auf das Geschäft verzeichnet worden seien. Die Region ist wichtig für das Unternehmen: Adidas hatte dort in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres rund ein Drittel seiner weltweiten Umsätze erwirtschaftet. Dagegen erklärte Puma, dass auch in anderen asiatischen Staaten durch das Ausbleiben chinesischer Touristen die Verkaufszahlen rückläufig seien.

In China stieg die offizielle Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus inzwischen auf mehr als 2000. Die Gesamtzahl der Krankheitsfälle in Festlandchina lag offiziellen Angaben zufolge bei knapp 75.000. Die Epidemie bremst auch zunehmend die internationale Wirtschaft aus. Die Maßnahmen der chinesischen Behörden zur Eindämmung der Krise schüren die Sorge vor den Auswirkungen auf weltweite Lieferketten.

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