Gesundheit

Fast hundert weitere Menschen in China an Coronavirus gestorben

  • AFP - 18. Februar 2020, 02:30 Uhr
Bild vergrößern: Fast hundert weitere Menschen in China an Coronavirus gestorben
USA holen US-Bürger von unter Quarantäne stehendem Schiff in Japan
Bild: AFP

Fast hundert weitere Menschen sind in China an der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Nach Angaben der Regierung wuchs die Zahl der Todesopfer in Festlandchina um weitere 98 auf insgesamt 1868. Die offizielle Zahl der an dem Virus erkrankten Menschen in Festlandchina wuchs um weitere 1886 - dies war allerdings die niedrigste Zunahme innerhalb eines Tages seit Monatsbeginn.

Fast hundert weitere Menschen sind in China an der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie die Regierung in Peking am Dienstag mitteilte, wurden 98 neue Todesfälle registriert. Die offizielle Gesamtzahl der an den Folgen der Infektion verstorbenen Menschen in Festlandchina stieg damit auf 1868.

93 der neuen Todesopfer wurden in der Provinz Hubei verzeichnet, von der die Epidemie im Dezember ihren Ausgang genommen hatte und die weiterhin mit Abstand am härtesten davon betroffen ist. Die Behörden haben die Provinz weitgehend von der Außenwelt abgeschottet. 

Nach Angaben der chinesischen Regierung wurden seit Montag weitere 1886 Fälle von Infektionen mit dem Erreger verzeichnet, die allermeisten davon in Hubei. Die offizielle Zahl der Ansteckungsfälle in Festlandchina stieg damit auf fast 72.500. Allerdings handelte es sich um die bislang geringste Zahl neuer Infektionsfälle innerhalb eines Tages in diesem Monat.  

In den Vereinigten Staaten trafen unterdessen 338 US-Bürger ein, die von Bord des in Japan wegen des Coronavirus unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" geholt worden waren. Zwei Maschinen mit den Ausgeflogenen landeten auf der kalifornischen Luftwaffenbasis Travis und dem texanischen Stützpunkt San Antonio-Lackland.

Nach Angaben des US-Außenministeriums sind unter den Heimkehrern 14 Menschen, die mit dem neuartigen Virus infiziert sind. Sie wurden in den Flugzeugen von den anderen Passagieren getrennt. 13 der 14 Infizierten wurden nach Angaben von US-Behördenmitarbeitern als "Hochrisikofälle" eingestuft. Sie wurden für weitere Tests und zur Behandlung zu einem medizinischen Zentrum der Universität von Nebraska weitergeflogen. 

Alle in die USA zurückgeholten Menschen von Bord der "Diamond Princess" müssen zwei Wochen unter Quarantäne verbringen. Weitere rund 40 US-Bürger von Bord des Kreuzfahrtschiffs werden derzeit in japanischen Krankenhäusern wegen Infektion mit dem Virus behandelt. Unter den mehr als 3700 Menschen, die mit der "Diamond Princess" nach Japan gereist waren, wurden inzwischen insgesamt 454 positiv auf das Virus getestet. 

Weitere Meldungen

Deutsche Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs werden aus Australien ausgeflogen

Nach der Irrfahrt eines Kreuzfahrtschiffs mit Corona-Fällen an Bord sollen die überwiegend deutschen Passagiere am Sonntagabend von Australien nach Deutschland ausgeflogen werden.

Mehr
Kuba entsendet in Corona-Krise 39 Ärzte und Pfleger nach Andorra

Kuba unterstützt Andorra im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mit 39 kubanischen Ärzten und Krankenpflegern. Die Fachkräfte seien am Samstag in das kleine Fürstentum entsandt

Mehr
Wieler warnt vor dramatischen Zuständen in deutschen Kliniken wegen Corona-Krise

Nach Einschätzung des Chefs des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, droht in der Corona-Krise auch das deutsche Gesundheitssystem an seine Grenzen zu geraten. "Wir müssen

Mehr

Top Meldungen

Klöckner dringt auf Einsatzmöglichkeiten für Asylbewerber in der Landwirtschaft

Angesichts fehlender Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft durch die Maßnahmen in der Corona-Krise dringt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) darauf, dass

Mehr
Finanzminister stellt Krisen-Boni bis 1.500 Euro steuerfrei

Berlin - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) wird in der Corona-Krise Bonuszahlungen für Arbeitnehmer bis 1.500 Euro steuerfrei stellen. "Viele Arbeitgeber haben bereits

Mehr
Experte sieht 25 Prozent Überkapazität in Autoproduktion

Berlin - Der Automobilmarkt-Experte Ferdinand Dudenhöffer rechnet damit, dass die Produktionskapazität der Autoindustrie in Deutschland auf absehbare Zeit deutlich zu groß ist.

Mehr