Wirtschaft

Alstom will Bombardier-Transport für 5,8 bis 6,2 Milliarden Euro kaufen

  • AFP - 17. Februar 2020, 18:52 Uhr
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Der französische Alstom-Konzern will die Bahnsparte des kanadischen Transportunternehmens Bombardier, Bombardier Transport, für 5,8 bis 6,2 Milliarden Euro übernehmen. Das kündigte das französische Unternehmen am Montag an.

Der französische Alstom-Konzern will die Bahnsparte des kanadischen Transportunternehmens Bombardier, Bombardier Transport, für 5,8 bis 6,2 Milliarden Euro übernehmen. Das kündigte das französische Unternehmen am Montag an. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden. Die Transaktion würde einen Bahntechnikkonzern mit etwa 15 Milliarden Euro Umsatz schaffen. Der französische Finanzminister Bruno Le Maire teilte am Abend mit, er werde am Dienstag mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sprechen.

Alstom und Bombardier hatten Gespräche über eine mögliche Übernahme des in Berlin ansässigen Bombardier-Bahngeschäfts durch Alstom am Montag bestätigt. Bereits in der vergangenen Woche hatte das "Handelsblatt" unter Berufung auf Industriekreise berichtet, dass Alstom das Bombardier-Eisenbahngeschäft übernehmen wolle. Ungewiss ist, ob ein solches Geschäft wettbewerbsrechtlich durchgewunken würde. Vor einem Jahr war eine geplante Zusammenlegung der Bahnsparten von Alstom und Siemens am Veto der EU-Kommission gescheitert. Vestager hatte sich damals dagegen ausgesprochen.

Die EU hatte das deutsch-französische Industrieprojekt mit einer damals ähnlich hohen Umsatzschätzung von 15,6 Milliarden Euro aus Wettbewerbsgründen abgelehnt, wenngleich es in beiden Ländern von höchster Stelle unterstützt worden war - insbesondere mit Blick auf wachsende Konkurrenz aus China. Das chinesische Staatsunternehmen CRRC macht mittlerweile allein etwa 30 Milliarden Euro Umsatz im Jahr. 

Das verschuldete Transportunternehmen Bombardier befindet sich mitten in einem Restrukturierungsprozess. Im vergangenen Jahr verkaufte Bombardier sein Geschäft mit Regionalflugzeugen für umgerechnet knapp 700 Millionen Euro an das japanische Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries. Zuletzt gab der kanadische Konzern auch seine Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen mit Airbus zur Fertigung des Modells A220 auf.

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