Wirtschaft

Altmaier weist Vorwurf der Untätigkeit bei Coronavirus zurück

  • dts - 14. Februar 2020, 15:41 Uhr
Bild vergrößern: Altmaier weist Vorwurf der Untätigkeit bei Coronavirus zurück
Peter Altmaier
dts

.

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist dem Vorwurf entgegengetreten, er würde die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus unterschätzen. "Wir stehen längst im engen Kontakt mit den betroffenen Wirtschaftsverbänden und der Wirtschaft", sagte Altmaier dem "Handelsblatt".

Er verfolge die Entwicklung sehr genau und werde gegebenenfalls erforderliche Schritte ergreifen, kündigte der CDU-Politiker an. Zuvor hatte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer dem Wirtschaftsminister Untätigkeit vorgeworfen. "Das Wirtschaftsministerium befindet sich offensichtlich im Tiefschlaf. Wir brauchen neben den notwendigen und prioritären Gesundheitsmaßnahmen auch einen wirtschaftspolitischen Plan", hatte er der Zeitung gesagt.

Dabei habe es am 12. Februar bereits ein Treffen mit Vertretern aus dem Haus Altmaiers, des Auswärtigen Amtes und der Wirtschaft gegeben, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf das Bundeswirtschaftsministerium. Das Ministerium habe dabei insbesondere die Auswirkungen auf die Lieferketten und die Produktion in Deutschland, aber auch die Beeinträchtigungen im Handel und im Tourismus analysiert. Die Branchen seien hier unterschiedlich betroffen, je nach Abhängigkeit von chinesischen Vorleistungsgütern, heißt es im Wirtschaftsministerium. Die Auswirkungen der Folgen des Coronavirus berührten die chinesische Wirtschaft, die Weltwirtschaft und natürlich auch Deutschland.

Die Erfahrungen zeigten aber auch, dass – sobald die Krise überwunden sei – es zu Nachholeffekten in der Wirtschaft komme. "Produktionen werden wieder hochgefahren, wenn möglich mit höherer Auslastung. Der Konsum steigt wieder deutlich, aufgeschobene Käufe werden nachgeholt", hieß es weiter. Aktuell sei es noch zu früh, die Auswirkungen zu quantifizieren, denn dies hänge wesentlich von den weiteren Entwicklungen ab, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf das Wirtschaftsministerium.

Weitere Meldungen

Lufthansa will Verträge mit Condor auslaufen lassen

Köln - Nach der geplanten Übernahme der Ferienfluggesellschaft Condor durch die polnische PGL, Muttergesellschaft der Airline LOT, will die Lufthansa nicht mehr dauerhaft mit dem

Mehr
Altmaier will Ländern Ausnahmen von pauschalem Mindestabstand für Windräder ermöglichen

Im Streit innerhalb der Koalition sowie zwischen Bund und Ländern um die Windenergie gibt es Bewegung: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will nach Angaben seines

Mehr
Köln verschiebt Eisenwarenmesse wegen Coronavirus auf 2021

Köln - Die Kölner Messe hat die Verschiebung der vom 1. bis 4. März geplanten Eisenwarenmesse wegen der Ausbreitung des Coronavirus beschlossen: Sie soll nun erst im Februar 2021

Mehr

Top Meldungen

Lufthansa startet wegen Coronavirus neuen Sparkurs

Köln - Die Deutsche Lufthansa ergreift massive Gegenmaßnahmen, um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus einzudämmen. "Aktuell überprüfen wir zum Beispiel bei der Kernmarke

Mehr
Linken-Chef fordert Investitionsoffensive

Osnabrück - Angesichts des Staatsüberschusses von knapp 50 Milliarden Euro hat Linken-Chef Bernd Riexinger eine Investitionsoffensive verlangt. "Der Fiskus ist nicht Dagobert

Mehr
Familienunternehmer Heraeus mit CDU-Vorsitzkandidaten zufrieden

Hanau - Der Familienunternehmer Jürgen Heraeus hat sich zufrieden darüber geäußert, dass die Kandidaten für den CDU-Vorsitz feststehen. "Ich denke, wir haben drei respektable

Mehr