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Spektakuläre Wende in einem als Familiendrama eingestuften Fall mit drei Toten

  • AFP - 24. Januar 2020, 15:51 Uhr
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Tatort in Starnberg
Bild: AFP

In einem bisher von der Polizei als Familiendrama mit drei Toten in Starnberg eingestuften Fall hat es eine spektakuläre Wende gegeben. Ein 19-Jähriger gestand, seinen 21 Jahre alten Freund und dessen Eltern erschossen zu haben.

In einem bisher von der Polizei als Familiendrama mit drei Toten in Starnberg eingestuften Fall hat es eine spektakuläre Wende gegeben. Ein 19-Jähriger gestand, seinen 21 Jahre alten Freund und dessen Eltern erschossen zu haben, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord und die Staatsanwaltschaft München II am Freitag mitteilten. Das Motiv der Bluttat ist demnach allerdings noch völlig unklar.

Die Leichen des 21-Jährigen und seiner 64 Jahre und 60 Jahre alten Eltern waren vor knapp zwei Wochen im Haus der Familie in Starnberg gefunden worden. Nach den ersten Ermittlungen ging die Polizei von einem Familiendrama aus, bei dem der Sohn zunächst seine Eltern und dann sich selbst getötet hatte. Dafür sprach demnach auch die Auffindesituation der Toten.

Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II, Andrea Mayer, sagte, gab es von Anfang an aber auch "Unklarheiten" in dem Fall. Dazu zählte sie etwa, dass kein Abschiedsbrief gefunden wurde.

Nach weiteren Ermittlungen sei am Donnerstag bei einem 19-Jährigen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck ein umfangreiches Waffenarsenal gefunden worden. Der zunächst nur wegen des unerlaubten Waffenbesitzes festgenommene Heranwachsende habe nach seiner Festnahme den Dreifachmord gestanden.

Außerdem habe er einen 18-Jährigen aus dem Landkreis Starnberg belastet, der wegen Beihilfe zum Mord festgenommen wurde. Der 18-Jährige soll den Freund zum Tatort gefahren und dort abgeholt haben. Er wusste demnach von den Mordplänen.

Zum Motiv gibt es noch keine Erkenntnisse. Der 19-Jährige und das 21-Jährige Mordopfer seien befreundet gewesen, beide habe eine Leidenschaft für Waffen verbunden. Womöglich habe auch ein Teil des Waffenarsenals dem 21-Jährigen gehört, dies sei Gegenstand der Ermittlungen. Warum der 19-Jährige seinen Freund und danach die Eltern erschoss, sei aber noch unklar. 

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