Gesundheit

Gesünder essen mit einer App

  • Lars Wallerang/mp - 10. Dezember 2019, 11:12 Uhr
Bild vergrößern: Gesünder essen mit einer App
mp Groß-Gerau - Alles im Kasten: App-Nutzer fotografieren ihr Essen und protokollieren es. Universität Konstanz

Übergewicht ist ein Gesundheitsrisiko. Psychologen der Universität Konstanz und des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung sind in einer Überblicksarbeit zum Ergebnis gekommen, dass mobile Interventionen mittels Smartphone-Apps hier gute Dienste leisten können.


Übergewicht ist ein Gesundheitsrisiko. Psychologen der Universität Konstanz und des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung sind in einer Überblicksarbeit zum Ergebnis gekommen, dass mobile Interventionen mittels Smartphone-Apps hier gute Dienste leisten können. Ihre Arbeit, welche die aktuell verfügbaren Einzelstudien im Bereich Ernährung einschließt, bescheinigt den untersuchten Apps insgesamt einen positiven Effekt auf das Ernährungsverhalten, Körpergewicht sowie auf verschiedene körperliche Gesundheitsindikatoren wie Cholesterinwerte.

Apps, die von Menschen genutzt werden, die ihr Ernährungsverhalten ändern möchten, arbeiten häufig mit Bildern und Informationen. Die User machen beispielsweise ein Foto von ihrem Essen oder protokollieren dieses mittels App, die dann beispielsweise Rückmeldung über die Kalorien und Nährstoffe gibt.

Die Vorteile der App-basierten mobilen Interventionen sind zahlreich - einschließlich der Möglichkeit, im realen Leben und in Echtzeit einzugreifen sowie viele Personen direkt zu erreichen. Schließlich gibt es weltweit mehr als fünf Milliarden Smartphones. Gleichzeitig besitzen App-basierte Interventionen das Potenzial, durch die Interaktivität auf individuelle, zielgruppenspezifische Bedürfnisse der User einzugehen.

Über die Einzelstudien wurden rund 6.300 Frauen und Männer in die Meta-Analyse eingeschlossen. Die Altersspanne reicht von 14 bis 68 Jahren mit einem Durchschnittsalter von 41 Jahren. "Es hat sich gezeigt, dass App-basierte mobile Interventionen effektiv sind, sowohl um Ernährungsverhalten zu verändern, als auch um Gewicht zu reduzieren und ernährungsbezogene Gesundheitsparameter zu verbessern", fassen die Autoren zusammen.

Weitere Meldungen

WHO empfiehlt wegen Corona-Pandemie Verschiebung nicht dringender Zahnbehandlungen

Um einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vorzubeugen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Verzicht auf Zahnarztbesuche aufgerufen, die der reinen

Mehr
Wenn es zwischen den Zehen juckt


Fußpilz ist nicht nur hässlich, sondern auch äußerst hartnäckig. Und es ist eine Infektionskrankheit, die von Person zu Person übertragen werden kann. Deshalb sind eine

Mehr
So stärken Sie Ihr Immunsystem


Es ist Sommer und die Sonne lacht. Wer denkt da schon an sein Immunsystem? Doch gerade zu Corona-Zeiten sollten die Abwehrkräfte gestärkt werden. Es kann sich also lohnen

Mehr

Top Meldungen

EU steht vor Rekordernte bei Sonnenblumenkernen

Trockenheit und erschwerte Erntebedingungen wegen der Corona-Pandemie können den Erträgen an Sonnenblumenkernen europaweit offenbar nichts anhaben: Die Union zur Förderung von Öl-

Mehr
Zentrale von Galeria Karstadt Kaufhof bleibt in Essen

Die Zentrale des angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof bleibt in Essen. Das teilte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag

Mehr
Maas kritisiert US-Drohungen wegen Gaspipeline Nord Stream 2

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die angedrohten US-Sanktionen wegen des Baus der Gaspipeline Nord Stream 2 scharf kritisiert. "Kein Staat hat das Recht, Europas

Mehr