Wirtschaft

Streik in Frankreich führt zu Ausfällen bei Zügen und Flügen

  • AFP - 3. Dezember 2019, 18:42 Uhr
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Überfüllte Bahnsteige werden am Donnerstag in Frankreich erwartet
Bild: AFP

Bahnreisende mit Ziel Frankreich müssen ab Donnerstag mit massiven Behinderungen rechnen. Durch einen Generalstreik im öffentlichen Dienst des Landes fallen voraussichtlich 90 Prozent der TGV-Schnellzüge aus, wie die staatliche Bahngesellschaft SNCF am Dienstag mitteilte. Auch internationale Verbindungen etwa nach Deutschland dürften demnach betroffen sein. Die Bahngesellschaft rief die Kunden auf, sich vor Abfahrt im Internet über ihre Verbindungen zu informieren.

Reisende mit Ziel Frankreich müssen ab Donnerstag mit massiven Ausfällen und Verspätungen bei Zügen und Flügen rechnen. Wegen eines Generalstreiks im öffentlichen Dienst werden 90 Prozent der TGV-Schnellzüge gestrichen, wie die staatliche Bahngesellschaft SNCF am Dienstag mitteilte. Auch internationale Verbindungen etwa nach Deutschland sind demnach betroffen. Zudem fallen 20 Prozent der Flüge aus, da das Bodenpersonal die Arbeit niederlegen will.

Der Bahnverkehr im gesamten französischen Netz sei von Donnerstag bis einschließlich Sonntag "stark gestört", hieß es auf der Webseite der SNCF. Auch 80 Prozent der Regionalzüge werden demnach gestrichen. Passagiere können Tickets kostenlos stornieren oder umbuchen. Im internationalen Verkehr fällt jeder zweite Eurostar zwischen Paris und London aus sowie jeder dritte Thalys-Zug. Die Thalys-Gesellschaft verbindet unter anderem Paris mit Duisburg. 

Im Pariser Nahverkehr ist ebenfalls mit massiven Behinderungen zu rechnen. Elf der 16 U-Bahn-Linien fallen am Donnerstag aus, wie die Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP mitteilte. Lediglich die vollautomatischen Metrolinien 1 und 14 fahren demnach normal. Zu den Hauptstoßzeiten könne es jedoch zu Überfüllung kommen. Auch im Straßenbahnverkehr kann es RATP zufolge zu massiven Störungen kommen. Zudem fallen zwei Drittel der Busse aus.

Der Generalstreik im öffentlichen Dienst richtet sich gegen die geplante Rentenreform, ein Wahlkampf-Versprechen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Gerechnet wird mit den größten Protesten seit Beginn der "Gelbwesten"-Bewegung vor einem Jahr.

Dem Ausstand wollen sich am Donnerstag unter anderem Feuerwehrleute sowie Mitarbeiter von Schulen, Krankenhäusern und der Müllabfuhr anschließen. Der Streik bei der Bahn und im Pariser Nahverkehr ist "unbefristet" angekündigt.

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