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Trump-Vertrauter Roger Stone schuldig gesprochen

  • AFP - 15. November 2019, 20:38 Uhr
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Trumps Ex-Berater Roger Stone
Bild: AFP

Der US-Politikberater Roger Stone, ein langjähriger Vertrauter von Präsident Trump, ist von einem Gericht in Washington schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen befanden den 67-Jährigen unter anderem der Falschaussage und der Justizbehinderung schuldig.

Der US-Politikberater Roger Stone, ein langjähriger Vertrauter von Präsident Donald Trump, ist von einem Gericht in Washington schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen befanden den 67-Jährigen am Freitag unter anderem der Falschaussage und der Justizbehinderung schuldig. Das Strafmaß soll erst im Februar verkündet werden. Stone drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Stone wurde in dem Prozess zur Last gelegt, die Kongressuntersuchung zur Affäre um die russische Manipulation des US-Wahlkampfs 2016 behindert zu haben. Außerdem wurden ihm Falschaussagen und die versuchte Manipulation eines anderen Zeugen vorgeworfen. Die Jury sprach ihn nun in allen Anklagepunkten schuldig.

Präsident Trump kritisierte den Schuldspruch gegen seinen langjährigen Freund und Berater im Onlinedienst Twitter. Es handele sich um einen Fall von "Doppelmoral", wie es ihn nie zuvor in der Geschichte des Landes gegeben habe.

Stone war im Januar auf Betreiben des Sonderermittlers Robert Mueller in seinem Haus in Florida festgenommen worden. Er kam gegen Zahlung einer 250.000-Dollar-Kaution aber wieder frei. Mueller hat die mutmaßlichen russischen Interventionen in den Wahlkampf 2016 und mögliche illegale Kontakte des Trump-Teams nach Russland untersucht.

Stone steht im Verdacht, als Verbindungsmann zwischen der Trump-Kampagne und der Enthüllungsplattform Wikileaks fungiert zu haben. Wikileaks hatte während des Wahlkampfs zehntausende gehackte E-Mails aus dem Lager von Trumps Rivalin Hillary Clinton veröffentlicht. Die E-Mails waren nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste von russischen Hackern gestohlen worden.

Stone plädierte Mitte Februar auf nicht schuldig und bezeichnete die Vorwürfe gegen sich als politisch motiviert. Die Anklage wies aber nach, dass er gelogen und einen anderen Zeugen bedrängt hatte, um den Präsidenten zu schützen. 

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