Wirtschaft

Volkswagen will bis 2024 knapp 60 Milliarden Euro für "Zukunftsthemen" ausgeben

  • AFP - 15. November 2019, 15:11 Uhr
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Der Volkswagen-Konzern will in den kommenden fünf Jahren knapp 60 Milliarden Euro und damit noch mehr Geld als bislang geplant in Zukunftsthemen wie Elektromobilität und Digitalisierung stecken.

Der Volkswagen-Konzern stockt seine Investitionen in die Elektromobilität und die Digitalisierung weiter auf: In den kommenden fünf Jahren seien dafür knapp 60 Milliarden Euro vorgesehen, teilte VW am Freitag in Wolfsburg mit - mehr als die Hälfte, rund 33 Milliarden Euro, sollen in die Forschung, Entwicklung und den Bau von Elektroautos fließen. Bislang waren im Fünfjahresplan des Konzerns rund 44 Milliarden Euro für Zukunftsthemen vorgesehen.

Der Aufsichtsrat des Konzerns nahm am Freitag die neue Investitionsplanung für die Jahre 2020 bis 2024 "zustimmend zur Kenntnis", wie VW mitteilte. Die knapp 60 Milliarden Euro sind demnach etwas über 40 Prozent der Investitionen des Konzerns in Sachanlagen und der Forschungs- und Entwicklungskosten in dem Fünfjahreszeitraum. Gegenüber dem im November 2018 beschlossenen Fünfjahresplan 2019 bis 2023 bedeute dies eine Steigerung um zehn Prozentpunkte, teilte VW mit.

Der Konzern will bis 2029 bis zu 75 reine E-Modelle und etwa 60 Hybridfahrzeuge auf den Markt bringen. Das neue elektronische Aushängeschild ist der ID.3, der im sächsischen Zwickau produziert wird. Mit dem strombetriebenen Kompaktwagen will der Autobauer die E-Mobilität aus der Nische holen und massentauglich machen. Die ersten Fahrzeuge will Volkswagen Mitte kommenden Jahres ausliefern. 

Ziel sei es, bis 2029 rund 26 Millionen Elektrofahrzeuge zu verkaufen, teilte VW mit. Zudem sollen im selben Zeitraum fast sechs Millionen Hybridfahrzeuge abgesetzt werden. 

"Wir treiben die Transformation des Volkswagen Konzerns mit aller Entschlossenheit voran und fokussieren mit unseren Investitionen auf die Zukunftsfelder der Mobilität", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch. VW-Konzernchef Herbert Diess kündigte an, dass "in einem sich eintrübenden konjunkturellen Umfeld" Produktivität, Effizienz und Kostenposition steigen müssten, "um so unsere gesetzten Ziele abzusichern". 

Handelskonflikte und die durch den Brexit ausgelöste Unsicherheit haben der Automobilbranche weltweit zugesetzt. Zudem machen ihr die enormen Entwicklungskosten, die mit der Umstellung auf Elektromobilität verbunden sind, zu schaffen. Volkswagen ist zudem in mehrere Rechtsstreitigkeiten verwickelt, seitdem der Autobauer 2015 eingeräumt hatte, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben. 

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