Wirtschaft

Tesla gelingt im dritten Quartal Rückkehr in die Gewinnzone

  • AFP - 24. Oktober 2019, 12:08 Uhr
Bild vergrößern: Tesla gelingt im dritten Quartal Rückkehr in die Gewinnzone
Tesla-Auto
Bild: AFP

Tesla ist im dritten Quartal überraschend in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat der Aktie des US-Elektroautobauers damit und mit guten Neuigkeiten aus China einen Höhenflug beschert.

Tesla ist im dritten Quartal überraschend in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat der Aktie des US-Elektroautobauers damit und mit guten Neuigkeiten aus China einen Höhenflug beschert. Nach zwei Quartalen in den roten Zahlen konnte das Unternehmen zwischen Juli und September einen Gewinn von 143 Millionen Dollar (rund 128,5 Millionen Euro) verbuchen. Außerdem gab Tesla am Mittwoch den Start der Produktion in seiner neuen Fabrik in China bekannt.

Analysten hatten angesichts der zuletzt schwachen Absatzzahlen der Fahrzeuge mit dem Schlimmsten gerechnet und waren von einem Verlust ausgegangen. Der Umsatz von Tesla lag nun im dritten Quartal bei 5,4 Milliarden Dollar. Die Aktie des Autobauers stieg im elektronischen nachbörslichen Handel um über 20 Prozent.

Die Anleger würdigten damit auch Äußerungen von Firmenchef Elon Musk, der sich "vollkommen zuversichtlich" zeigte, das jährliche Auslieferungsziel von 360.000 bis 400.000 Neuwagen noch zu schaffen. Tesla habe es geschafft, zuletzt seine Kosten entscheidend zu senken, deshalb sei die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen, teilte das Unternehmen mit.

Tesla gab zudem den Start der Produktion auf Versuchsbasis in seiner neuen Fabrik in China bekannt. Die sogenannte Gigafactory in Shanghai sei in nur zehn Monaten gebaut worden und nun "bereit für die Produktion". Die Fabrik soll einmal eine jährliche Kapazität von 500.000 Autos erreichen. Tesla erhofft sich davon einen ordentlichen Produktionsschub und einen direkten Zugang zum dynamischen chinesischen Markt für Elektrofahrzeuge.

Die Schwierigkeiten, die Nachfrage zu bedienen, sind schon lange ein Problem des US-Konzerns. Vor allem im vergangenen Jahr musste Tesla immer wieder das selbstgesteckte Produktionsziel anpassen. Nun zeigte sich das Unternehmen zuversichtlich, im gesamten zweiten Halbjahr rentabel zu bleiben. 

Das Unternehmen verwies auch auf weitere Bereiche außerhalb der Elektroautoproduktion: Die vergangenen zwei Jahre habe Tesla all seine Ressourcen für das Model 3 benötigt, sagte Musk. Nun habe sich der Absatz des für das Unternehmen so wichtigen Modells im zurückliegenden Quartal um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht und der Druck lasse nach.

Tesla könne sich deshalb nun wieder stärker auf den Energiebereich konzentrieren, sagte Musk. Das Unternehmen stellt auch Solarpanele und Lösungen zur Stromspeicherung her.

Weitere Meldungen

Millionen Verbrauchern stehen steigende Stromkosten ins Haus

Millionen Verbrauchern stehen im kommenden Jahr steigende Stromkosten ins Haus. Wie die beiden Vergleichsportale Verivox und Check24 am Wochenende mitteilten, kündigten etliche

Mehr
Klägerseite: Im VW-Musterverfahren geht es nun "um die Wurst"

Vor Beginn des zweiten Verhandlungstages im Musterverfahren für Verbraucher im Abgasskandal bei Volkswagen zeigt sich die Klägerseite zuversichtlich mit Blick auf Fortschritte in

Mehr
Fall von Afrikanischer Schweinepest im Westen von Polen

Im Westen von Polen gibt es einen Fall von Afrikanischer Schweinepest. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium am Freitagabend mitteilte, hat der polnische Veterinärdienst das

Mehr

Top Meldungen

Laschet stärkt Bundeswirtschaftsminister im Windrad-Streit den Rücken

Berlin - In der Debatte um die neue Abstands-Regel für Windräder von Wohngebäuden hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hinter

Mehr
Nebraskas Gouverneur verteidigt Handelspolitik von Trump

Düsseldorf - Nebraskas Gouverneur Pete Ricketts hat die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. "Sie müssen wissen, dass China für Nebraska immer schon ein sehr

Mehr
Renault lässt sich bei Wahl des Vorstandschefs Zeit

Boulogne-Billancourt - Renault möchte bei der Wahl des künftigen Vorstandschefs "nichts überstürzen". Das sagte Jean-Dominique Senard, der Verwaltungsratsvorsitzende des

Mehr