Wirtschaft

Startups in Europa erhalten knapp 17 Milliarden Euro - mehr als je zuvor

  • AFP - 21. Oktober 2019, 10:13 Uhr
Bild vergrößern: Startups in Europa erhalten knapp 17 Milliarden Euro - mehr als je zuvor
Euroscheine
Bild: AFP

Europäische Startups haben im ersten Halbjahr so viel Geld erhalten wie nie zuvor. Wie die Beratungsgesellschaft EY am Montag mitteilte, stieg der Gesamtwert der Finanzierungen um 62 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro.

Europäische Jungunternehmen haben im ersten Halbjahr so viel Geld erhalten wie nie zuvor. Wie die Beratungsgesellschaft EY am Montag mitteilte, stieg der Gesamtwert der Startup-Finanzierungen im Vergleich zum Vorjahr um 62 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro. Demnach gab es in Europa insgesamt 2301 Finanzierungsrunden, zehn Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2018. Deutschland liegt beim Investitionsvolumen hinter Großbritannien und Frankreich.

2,7 Milliarden Euro erhielten deutsche Startups laut EY, sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Frankreich waren es demnach 2,8 Milliarden (plus 43 Prozent) und in Großbritannien sogar 6,7 Milliarden Euro (plus 112 Prozent), ungeachtet aller Brexit-Diskussionen. 

Allein in London wurden 5,7 Milliarden Euro investiert, damit liegt die britische Hauptstadt europaweit klar vorn. Paris (2,2 Milliarden Euro) folgt im Städteranking auf dem zweiten Platz und zog damit knapp an Berlin (2,0 Milliarden) vorbei, wie die Beratungsgesellschaft weiter mitteilte.

"Der Finanzierungs-Boom für Jungunternehmen hält an", erklärte EY-Deutschlandchef Hubert Barth. Das betreffe besonders große Investitionen: "Europaweit hat sich die Zahl der Transaktionen, bei denen 100 Millionen Euro und mehr geflossen sind, von zwölf auf 26 mehr als verdoppelt." EY wertet solche Unternehmen als Startups, "die nicht älter als zehn Jahre sind".

Nach Angaben der Berater nehmen die Finanzierungen in Deutschland trotz schwacher Konjunktur weiter zu: Im dritten Quartal flossen 2,2 Milliarden an Jungunternehmen, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Damit liege das bisherige Finanzierungsvolumen 2019 "bereits auf dem Niveau des gesamten Vorjahres". 

Das britische Kommunikationsunternehmen Oneweb habe europaweit mit 1,1 Milliarden Euro die bisher größte Summe des Jahres erhalten, gefolgt vom schwedischen Batteriehersteller Northvolt (885 Millionen Euro). "Der größte Deal in Deutschland - eine Finanzspritze von 428 Millionen Euro für die Berliner Reiseplattform Getyourguide - rangiert in der Europa-Rangliste auf dem fünften Platz", teilte EY weiter mit.

Weitere Meldungen

Energiebranche läuft Sturm gegen geplante Abstandsregel bei Windkraftanlagen

Im Streit um den Mindestabstand bei Windkraftanlagen hat sich die Energiebranche gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) mit deutlicher Kritik an die Regierung

Mehr
Niederlande führen wegen Luftverschmutzung Tempo 100 auf Autobahnen ein

Zur Verringerung der Luftverschmutzung führen die Niederlande tagsüber Tempolimit 100 auf der Autobahn ein. Nur zwischen 19.00 Uhr abends und 06.00 Uhr morgens sei es dann noch

Mehr
Flixbus will Mehrwertsteuersenkung auch für Fernbustickets einklagen

Das Unternehmen Flixbus läuft Sturm gegen die geplante Mehrwertsteuersenkung für Bahntickets und will eine Senkung auch für Fernbusse einklagen. Andernfalls drohe eine "massive"

Mehr

Top Meldungen

Umweltministerin bezeichnet Tesla-Standortwahl als "Weckruf"

Berlin - Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sieht in der Entscheidung des US-Elektroautobauers Tesla, seine europäische Fabrik bei Berlin zu errichten, eine

Mehr
Karliczek lädt Tesla zu Beteiligung an Batterieforschung ein

Berlin - Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Ankündigung von Tesla begrüßt, eine Produktionsfabrik in Brandenburg zu errichten, und den US-Autohersteller

Mehr
Altmaier lobt Tesla-Pläne in Berlin

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Pläne des US-Autobauers Tesla, eine sogenannte Gigafactory in der Nähe von Berlin zu bauen, begrüßt. "Die

Mehr