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Weitere Großunternehmen verlassen Aufsichtsgremium für Digitalgeld Libra

  • AFP - 13. Oktober 2019, 06:43 Uhr
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Rückschlag für Digitalgeldprojekt Libra
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Schwerer Rückschlag für die von Facebook geplante Kryptowährung Libra: Nach dem Online-Bezahldienst PayPal verlassen nun weitere Großunternehmen das Libra-Aufsichtsgremium, die Libra Association mit Sitz in Genf.

Schwerer Rückschlag für die von Facebook geplante Kryptowährung Libra: Nach dem Online-Bezahldienst PayPal verlassen nun weitere Großunternehmen das Libra-Aufsichtsgremium, die Libra Association mit Sitz in Genf. Am Freitag kündigten die Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard, die Internet-Handelsplattform Ebay und der Online-Bezahldienst Stripe ihren Rückzug an. Einige schlossen allerdings nicht aus, sich in Zukunft erneut an dem Projekt zu beteiligen.

Der Kommunikationschef der Libra Association, Dante Disparte, reagierte gelassen. Auch wenn sich die Zahl der Mitglieder über die Zeit verändere, bleibe das Ziel das gleiche, erklärte er - "eine sichere, transparente und verbraucherfreundliche Umsetzung eines weltweiten Bezahlystems, das finanzielle Barrieren für Milliarden Menschen niederreißt". 

In der Aufsichtsgesellschaft waren zunächst 28 Investoren vertreten, nun sind es noch 23. Eine Liste soll am Montag veröffentlicht werden. Facebook will Libra im kommenden Jahr einführen und damit nach eigenen Angaben einerseits Bezahlvorgänge beschleunigen und andererseits rund einer Milliarde Menschen ohne Bankkonto einen Anschluss an Finanzflüsse erleichtern.

Facebook verspricht den Nutzern seiner Plattformen, das Einkaufen und Geldüberweisen im Internet werde durch Libra so einfach wie das Versenden einer Textnachricht. Zuletzt hatte es aber heftigen Gegenwind unter anderem seitens der G7-Finanzminister gegeben, die davor warnten, Libra könne das internationale Finanzsystem gefährden. Sie erklärten unter anderem, eine Währung gehöre nicht in die Hände eines Privatunternehmens.

Zwei US-Senatoren hatten in Briefen an die Unternehmen, die sich nun zurückgezogen haben, mit verstärkten Kontrollen ihrer gesamten geschäftlichen Aktivitäten gedroht, sollten sie dem Projekt weiter angehören.

Als mögliche Gefahren bei der Einführung einer Kryptowährung vom Typ Libra gelten Lücken im Datenschutz, mangelnder Investorenschutz, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.  Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll am 23. Oktober vor dem US-Repräsentantenhaus zur geplanten Einführung der Digitalwährung aussagen.

Die gemeinnützige Libra Association soll die auf der Blockchain-Technologie basierende Digitalwährung überwachen und auch Deckungsreserven in konventionellen Währungen vorhalten, um den Wert stabil zu halten. Damit sollen Achterbahnfahrten bei der Kursentwicklung - wie etwa beim Bitcoin - verhindert werden. 

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