Politik

Pistorius und Köpping fordern Änderungen bei den SPD-Regionalkonferenzen

  • AFP - 24. September 2019, 11:13 Uhr
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Pistorius und Köpping am Montag in Ettlingen
Bild: AFP

Die beiden SPD-Vorsitzkandidaten Petra Köpping und Boris Pistorius fordern sofortige Änderungen am Ablauf der Regionalkonferenzen. Das Format der 60-Sekunden-Statements sei zu oberflächlich, kritisierten sie.

Die beiden SPD-Vorsitzkandidaten Petra Köpping und Boris Pistorius fordern sofortige Änderungen am Ablauf der Regionalkonferenzen. "In der ernstesten Krise der SPD und damit vor der wichtigsten Führungsentscheidung, die die SPD seit Jahrzehnten zu treffen hat, können wir nicht mit 60-Sekunden-Statements inhaltlich an der Oberfläche bleiben", sagte Niedersachsens Innenminister Pistorius der "Welt" vom Dienstag. Er tritt im Duo mit Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping an. 

Es müsse möglich sein, bestimmte Fragestellungen bei den Regionalversammlungen zu vertiefen und den Kandidierenden zu einzelnen Fragen auch längere Redezeiten einzuräumen, forderte das Kandidatenduo. "Sonst werden Unterschiede zwischen den Teams nicht ausreichend sichtbar."

Das in den bisherigen Regionalkonferenzen eingesetzte Verfahren reiche nicht, "um den Mitgliedern eine solide und aussagekräftige Grundlage für ihre Personalentscheidung" zu verschaffen".

Die beiden Politiker plädierten außerdem dafür, die Themen Migration, Integration und Innere Sicherheit auf die Themenliste für die noch ausstehenden Regionalkonferenzen zu setzen. Gemeinsam mit seiner Ko-Kandidatin Köpping schlägt Pistorius vor, die Fragestunden für inhaltliche Debatten zu öffnen und damit auch kontroverse Diskussionen zu ermöglichen. 

Im Vorfeld des geplanten Mitgliederentscheids finden an verschiedenen Orten in Deutschland seit dem 4. September Regionalkonferenzen mit den Kandidaten statt. Sieben der 23 Veranstaltungen stehen noch aus. Die letzte soll am 12. Oktober in München über die Bühne gehen. 

Der frühere SPD-Bundesgeschäftsführer Matthias Machnig, der 1998 und 2002 die erfolgreichen Wahlkämpfe von Gerhard Schröder organisiert hatte, stellte sich derweil hinter Pistorius und Köpping. "Ich wünsche mir, dass Boris Pistorius und seine Partnerin Petra Köpping in die zweite Runde kommen", sagte Machnig der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Dienstag. "Sie sind ein vielversprechendes Angebot für die Partei."

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