Gesundheit

Keine Angst vor Erster Hilfe

  • Ralf Loweg/mp - 12. September 2019, 11:23 Uhr
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mp Groß-Gerau - Jeder sollte seine Erste-Hilfe-Kenntnisse von Zeit zu Zeit auffrischen, um im Ernstfall gewappnet zu sein. JamesRein / pixabay.com

Erste Hilfe kann Leben retten. Doch viele Menschen haben Angst, im Ernstfall zu helfen. Oft aus Unsicherheit, etwas falsch zu machen. Dabei ist es doch gar nicht so schwer.


Erste Hilfe kann Leben retten. Doch viele Menschen haben Angst, im Ernstfall zu helfen. Oft aus Unsicherheit, etwas falsch zu machen. Dabei ist es doch gar nicht so schwer.

In Deutschland ist Erste Hilfe nicht nur eine moralische Pflicht, sondern vor allem eine rechtliche. Wer es unterlässt, im Notfall oder bei Gefahr Erste Hilfe zu leisten, macht sich strafbar und riskiert sogar eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe. Allerdings raten die ARAG-Experten, dabei stets auf die eigene Sicherheit zu achten, denn niemandem ist geholfen, wenn sich der Ersthelfer selbst in Gefahr bringt.

Bei einem Verkehrsunfall bedeutet das beispielsweise, eine Warnweste anzulegen, den Warnblinker einzuschalten und sich hinter der Leitplanke zum Unfallort zu bewegen. Um Folgeunfälle zu vermeiden, sollte man sich als nächstes um die Absicherung des Unfallortes kümmern und ein Warndreieck am Straßenrand aufstellen - auf einer Landstraße in 100 Metern Entfernung vom Unfall, auf der Autobahn 200 Meter weit weg.

Den Rettungsdienst erreichen Ersthelfer unter der 112. Bis der Rettungswagen am Unfallort eintrifft - durchschnittlich ist er in acht Minuten da - können Helfer auch telefonische Unterstützung beim Notruf bekommen. Keine Scheu sollte man haben, sich Unterstützung zu holen, beispielsweise wenn es gilt, einen Verletzten aus einer Gefahrenzone zu bringen.

Ist das Opfer bewusstlos, gehört die Herzdruckmassage zu den wichtigsten Schritten der Ersthilfe. Dabei liegen beide Hände übereinander auf dem Brustkorb, der 100 bis 120 Mal pro Minute mit ausgestreckten Armen kräftig gedrückt wird, so dass er sich fünf bis sechs Zentimeter senkt. Nach jedem Druckstoß muss der Brustkorb wieder vollständig entlastet werden. Wer sich sicher fühlt, gibt dem Opfer von Mund zu Mund oder Mund zu Nase zwei Atemspenden, bis sich die Brust hebt. Diese Wiederbelebungsmaßnahmen sollte man durchführen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Wenn Bewusstlose noch atmen, legt man sie nach Auskunft der ARAG-Experten in die stabile Seitenlage. Dazu greift man den Arm des Opfers, der näher beim Ersthelfer liegt, und legt ihn im rechten Winkel nach oben. Der andere Arm wird vor der Brust gekreuzt mit dem Handrücken an der Wange. Als nächstes zieht man das abgewandte Bein am Knie nach oben und rollt den Körper am angewinkelten Bein zu sich. Das Bein wird im rechten Winkel zur Hüfte auf dem Boden abgelegt. Am Ende wird der Kopf in Position gebracht, in dem man ihn leicht nach hinten überstreckt.

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