Motor

Die Rumänin Rovana Plumb soll EU-Verkehrskommissarin werden

  • Hans-Robert Richarz, cen/ampnet - 12. September 2019, 10:15 Uhr
Bildergalerie: Die Rumänin Rovana Plumb soll EU-Verkehrskommissarin werden
Rovana Plump. Foto: Auto-Medienportal.Net/EU

.


Ob die neue EU- Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein glückliches Händchen bei ihrem Vorschlag hatte, als Nachfolgerin der bisherigen Verkehrskommissarin Violeta Bulc die rumänische Politikerin Rovana Plumb zu benennen, muss sich erst noch zeigen. Immerhin laufen gegen sie in ihrer Heimat seit zwei Jahren Untersuchungen der Staatsanwaltschaft in Bukarest wegen Korruption und Amtsmissbrauch.

Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin ist Mitglied der sozialdemokratischen Partei Rumäniens PSD und arbeitet zurzeit als deren Vizepräsidentin und Präsidentin der Frauenorganisation ihrer Partei. Von 2009 bis 2012 war sie Mitglied des europäischen Parlaments, danach wechselte sie in die damals neue Regierung Rumäniens und wurde zunächst Ministerin für Umwelt und Klimawandel. Später bekleidete sie nacheinander verschiedene Ministerämter: für Arbeit, für europäische Fonds, für Bildung und für Verkehr.

Nach den Europawahlen 2019 kehrte Plumb zum Europäischen Parlament zurück und wurde unter der Leitung der Vorsitzenden Iratxe García zur stellvertretenden Vorsitzenden der S & D-Fraktion gewählt. Sie ist außerdem Mitglied des Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Als enge Vertraute des inzwischen inhaftierten Ex-PSD-Chefs Liviu Dragnea war Rovana Plumb 2017 ins Visier der Korruptionsjäger geraten, die ihr Amtsmissbrauch vorwarfen. Sie hatte als Ministerin die kleine, unter Naturschutz stehende Donau-Insel Belina rechtswidrig umgewidmet, damit ihr Parteichef sie als privates Anglerparadies nutzen konnte. Zuvor hatte sie schon einmal den Argwohn der Gesetzeshüter auf sich gezogen, weil sie einen Audi Q8 mit Hilfe einer Zulassung in Russland an der Luxussteuer Rumäniens vorbeigeschmuggelt haben soll. Das Auto stand Ehemann und Sohn der Ministerin zur Verfügung, es stellte sich aber heraus, dass es auf ihren Namen zugelassen war.

Ihre Nominierung verhinderten solche Vorwürfe ebenso wenig wie die des neuen polnischen EU-Kommissars Janusz Wojciechowski. Der Politiker der in Warschau regierenden konservativen PiS soll als EU-Abgeordneter bei der Abrechnung von Reisekosten rechtswidrig großzügig zu seinen Gunsten verfahren haben und ist für das Landwirtschaftsressort im Gespräch.
Bevor jedoch die neue EU-Kommission am 1. November 2019 ihr Amt antreten kann, müssen die einzelnen Kommissare dem Europäischen Parlament Rede und Antwort stehen. Zu den Wackelkandidaten zählt auch Rovana Plumb. (ampnet/hrr)

Weitere Meldungen

Audi e-tron S - Drei Herzen im Quattro-Takt

Die Schürzen an beiden Enden sind noch in Müllmann-Orange gefärbt, ebenso die seitlichen Schweller. Komplettiert wird die Maskerade durch geometrische silberne Formen auf der

Mehr
Volvo unter Strom

Volvo setzt auf die Elektrifizierung seiner Modellreihen, um den Verbrauch und damit den CO2-Ausstoß seiner Fahrzeuge zu reduzieren. Mit dem neuen Modelljahr offeriert das

Mehr
Schlaue Automatik aus Korea

Autohersteller Hyundai-Kia hat ein neues Automatikgetriebe entwickelt, das bei der Gangauswahl neben den Daten des Fahrerprofils auch die Analyse der Verkehrsbedingungen und der

Mehr

Top Meldungen

FDP will Aktienkultur in Deutschland stärken

Berlin - Die FDP im Bundestag will die Aktienkultur in Deutschland stärken. "Es bedarf besserer politischer Rahmenbedingungen, um die Grundlage für eine neue Aktienkultur in

Mehr
Bayern bei Rüstungsexporten vorne

Berlin - Vor allem Bayern und Baden-Württemberg profitieren von der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Zahl von Rüstungsexportgenehmigungen. Das geht aus parlamentarischen

Mehr
Streit um Tesla: DGB fürchtet "weitere Amerikanisierung"

Berlin - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt mit Blick auf den US-Elektroautobauer Tesla vor einer "weiteren Amerikanisierung" deutscher Betriebe. DGB-Chef Reiner Hoffmann

Mehr