Brennpunkte

KCNA: Kim Jong Un überwacht Test von "riesigem" Raketenwerfer

  • AFP - 25. August 2019, 02:43 Uhr
Bild vergrößern: KCNA: Kim Jong Un überwacht Test von riesigem Raketenwerfer
KCNA-Foto von Kim am Rande des Waffentests
Bild: AFP

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat nach einem Bericht der Staatsmedien den Test einer weiteren 'neu entwickelten' Waffe überwacht. Kim habe dem Test eines 'riesigen Mehrfach-Raketenwerfers' beigewohnt, meldete KCNA.

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat nach einem Bericht der Staatsmedien den Test einer weiteren "neu entwickelten" Waffe überwacht. Kim habe dem Test eines "riesigen Mehrfach-Raketenwerfers" beigewohnt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag. Am Samstag hatte Nordkorea nach südkoreanischen Angaben offenbar zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Es war der jüngste in einer ganzen Reihe von nordkoreanischen Waffentests in den vergangenen Wochen.

Laut KCNA lobte Kim den Raketenwerfer als "großartige Waffe" und zeigte sich zufrieden mit den Wissenschaftlern, die ihn entwickelt hatten. Der Test sei reibungslos verlaufen, alle Ziele seien erreicht. Laut KCNA erklärte der nordkoreanische Machthaber, das Land müsse die Entwicklung von Waffen weiter vorantreiben, um die "ständig steigenden militärischen Bedrohungen durch feindliche Kräfte resolut zu durchkreuzen".

Allein in diesem Monat hatte KCNA bereits zwei weitere Tests angeblich neuer Waffen unter Kims Aufsicht vermeldet. Über die Art der getesteten Waffen wurde nichts mitgeteilt.

Nach dem jüngsten Test am Samstag berief Südkorea den Nationalen Sicherheitsrat ein. Dieser habe beschlossen, die diplomatischen Bemühungen fortzusetzen, um Nordkorea wieder zurück an den Verhandlungstisch zu bringen, erklärte die Regierung in Seoul anschließend. 

Die Gespräche zwischen den USA und Nordkorea über eine Denuklearisierung kommen derzeit nicht von der Stelle. Ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Februar war ohne Ergebnis abgebrochen worden.

Am Freitag hatte Pjöngjang US-Außenminister Mike Pompeo als "unverbesserliches Gift" bezeichnet und gelobt, weiterhin die "größte 'Bedrohung' für die USA zu bleiben". Pompeo hatte zuvor betont, die USA würden Nordkorea weiterhin mit "härtesten" Sanktionen belegen, bis das Land atomar abrüste.

Das britische Außenministerium erklärte am Samstag, es sei "enttäuscht, dass Nordkorea weiter Kurzstreckenraketen-Tests vorgenommen hat, die gegen mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen". London drängte Pjöngjang, die Gespräche mit Washington wieder aufzunehmen. Die "vollständige, nachprüfbare und endgültige Denuklearisierung ist der Weg für eine friedliche und wohlhabendere Zukunft" des nordkoreanischen Volkes.

Weitere Meldungen

Grünen-Politiker Marquardt: "Seehofer ist nicht berechenbar"

Brüssel - Die Grünen haben die Ankündigung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), ein Viertel der im Mittelmeer aus Seenot geretteten Migranten aufzunehmen, grundsätzlich

Mehr
Seehofer und weitere EU-Minister suchen in Malta Lösung für Flüchtlingsaufnahme

In Malta sucht Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Montag (9.00 Uhr) mit mehreren EU-Kollegen eine Lösung für die Aufnahme von aus Seenot geretteten Flüchtlingen. Zu dem

Mehr
Italien lässt 182 Flüchtlinge an Bord der "Ocean Viking" an Land

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche lässt Italiens neue Regierung Flüchtlinge an Bord der "Ocean Viking" an Land. Das Rettungsschiff dürfe in den Hafen der sizilianischen Stadt

Mehr

Top Meldungen

Royal Mail fürchtet bei hartem Brexit Nachteile

London - Der Vorstandsvorsitzende der Royal Mail, Rico Back, sieht im Fall eines harten Brexits erhebliche Nachteile auf die britische Post zukommen. "Nach unserer Einschätzung

Mehr
Banken rechnen mit schwachem Wirtschaftswachstum bis Ende 2020

Berlin - Der Handelskonflikt mit den USA und der Brexit belasten die deutsche Wirtschaft so sehr, dass sie in diesem Jahr nur noch um 0,5 Prozent wachsen könnte. Davon geht der

Mehr
Bahn begrüßt Klimabeschlüsse der Bundesregierung

Berlin - Die Deutsche Bahn hat die jüngsten Klimabeschlüsse der Bundesregierung begrüßt. "Nach unseren ersten Schätzungen stärkt die Bundesregierung den deutschen Bahnsektor

Mehr