Wirtschaft

Diesel-Nachrüstung: VZBV will mehr Zugeständnisse von Autobranche

  • dts - 22. August 2019, 07:53 Uhr
Bild vergrößern: Diesel-Nachrüstung: VZBV will mehr Zugeständnisse von Autobranche
Auspuff
dts

.

Berlin - Nach der Zulassung weiterer Systeme für Hardware-Nachrüstungen älterer Diesel-Autos fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) mehr Zugeständnisse der Autobranche – insbesondere des VW-Konzerns. "Volkswagen hat manipuliert und bisher die geschädigten Verbraucher im Regen stehen lassen. VW sollte als eine demütige Geste allen Diesel-Kunden die Nachrüstung zugestehen und komplett fördern", sagte die Leiterin des Teams Mobilität und Reisen beim VZBV, Marion Jungbluth, dem "Handelsblatt".

Konkret verlangte sie von Volkswagen, nicht nur Kunden in bestimmten Regionen bei der Hardware-Nachrüstung finanziell zu unterstützen. Ein VW-Sprecher hatte indes kürzlich erklärt, dass lediglich in den von der Bundesregierung festgelegten 15 "Intensivstädten" mit besonders hoher Schadstoffbelastung bis zu 3.000 Euro für die vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) genehmigten Nachrüstungen möglich seien. Auch Daimler gibt in "Schwerpunktregionen" 3.000 Euro dazu.

Die Gesamtkosten für den Einbau werden auf 1.400 bis 5.000 Euro geschätzt. VZBV-Expertin Jungbluth sagte dazu, der Wertverlust bei den Diesel-Autos treffe auch die Halter außerhalb von "Intensivstädten". "Fair wäre, wenn alle Hersteller ihren Kunden die Hardware-Nachrüstung fördern würden", sagte sie. Volkswagen komme dabei aber eine "besondere Verantwortung" zu.

Das Verfahren zur Übernahme der Nachrüstkosten müsse "niederschwellig und verständlich" sein. Der Antrag auf Kostenerstattung bei Volkswagen scheine jedoch Verbraucher eher abschrecken zu sollen. "Das ist wiederum wenig kundenfreundlich und kein Zeichen, endlich Verantwortung zu übernehmen." Jungbluth forderte zudem von Autoherstellern und Anbietern von Nachrüstsystemen eine "klare Regelung", wer von beiden nach der Umrüstung für welche Schäden am Fahrzeug die Haftung übernehme.

Weitere Meldungen

Entwicklungsminister will Afrika in EU-Klimaschutzpläne einbeziehen

Berlin - Anlässlich der Beratungen zum mehrjährigen Finanzrahmen der EU hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gefordert, den afrikanischen Kontinent in die

Mehr
Nach Hanau: Ökonomen fürchten negative Folgen für deutsche Wirtschaft

Köln - Führende Ökonomen haben angesichts des Terroranschlags in Hanau vor negativen Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft gewarnt. Der Direktor des Instituts der deutschen

Mehr
Verkehrsaufkommen an deutschen Flughäfen geht weiter zurück

Frankfurt/Main - Das Verkehrsaufkommen an den deutschen Flughäfen ist auch im Januar weiter deutlich zurückgegangen. 15,46 Millionen Passagiere nutzten die deutschen Flughäfen

Mehr

Top Meldungen

Immer mehr Elektrogeräte werden recycelt

Wiesbaden - Immer mehr Elektrogeräte werden recycelt. Von den im Jahr 2018 insgesamt in Recycling- und Wertstoffhöfen und anderen Anlagen zur Erstbehandlung angenommenen 853.100

Mehr
Union und SPD wollen neuen Fonds für Reisebranche

Berlin - Fachpolitiker von Union und SPD im Bundestag sind sich darüber einig, dass künftig neben den Versicherungsschutz ein neu einzurichtender Fonds der Reisebranche treten

Mehr
Kosten für Arbeiten an A3 und A49 steigen um 100 Millionen Euro

Fürth - Der geplante Ausbau der Autobahn A3 zwischen Fürth/Erlangen und Biebelsried in Bayern und der Bau der A49 zwischen Ohmtal und Fritzlar (Hessen) wird teurer als bislang

Mehr