Lifestyle

Umfrage: 37 Prozent sehen Klimawandel als wichtigstes Problem

  • dts - 19. August 2019, 08:44 Uhr
Bild vergrößern: Umfrage: 37 Prozent sehen Klimawandel als wichtigstes Problem
Fridays-for-Future-Protest
dts

.

Berlin - 37 Prozent der Bundesbürger sehen das Thema Umwelt- und Klimaschutz laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa als das derzeit größte Problem in Deutschland. Im sogenannten "Trendbarometer", welches für RTL und n-tv ermittelt wird, gaben 29 Prozent der Befragten an, Probleme mit der Zuwanderung und der Integration von Flüchtlingen als größtes Problem zu empfinden.

Für 25 Prozent ist der Unmut über Politiker und Parteien ein zentrales Problem. Von zehn und mehr Prozent der Befragten wurden als wichtige Probleme genannt: Armut und soziales Gefälle (13 Prozent), Bildungspolitik, die Lage am Wohnungsmarkt und die steigenden Mieten sowie die Versorgung im Alter (jeweils elf Prozent). Zehn Prozent sehen in dem zunehmenden Rechtsextremismus und der Ausländerfeindlichkeit ein großes Problem. Außerdem genannt wurden: die Lage am Arbeitsmarkt (neun Prozent), Verkehrsprobleme (sieben Prozent), Gesundheitsversorgung (fünf Prozent), finanzielle Belastungen des Einzelnen (fünf Prozent) sowie Innere Sicherheit und Gewalt im Alltag (vier Prozent).

Bei der Einschätzung der wichtigsten Probleme gibt es teilweise starke Unterschiede – zwischen Ost- und Westdeutschen, Jüngeren und Älteren sowie zwischen AfD-Sympathisanten und den Anhängern anderer Parteien. Für die Ostdeutschen ist der Klimaschutz nicht so wichtig wie für die Westdeutschen. 39 Prozent der Westdeutschen und 28 Prozent der Ostdeutschen sehen im Klimawandel das wichtigste Problem. Das Thema Flüchtlinge dagegen wird von mehr Ostdeutschen (36 Prozent) als Westdeutschen (27 Prozent) als besonders problematisch angesehen.

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt bewerten sechs Prozent der Ostdeutschen und zwölf Prozent der Westdeutschen als Problem. Die 18- bis 29-Jährigen bewegt der Klimaschutz am stärksten (42 Prozent). Auch in der Bildungspolitik, dem Rechtsradikalismus und der Ausländerfeindlichkeit sehen die Jüngeren häufiger ein Problem als die älteren Befragten. Die über 60-Jährigen dagegen bewerten öfter als die Jüngeren die Zahl der Flüchtlinge, die Lage am Wohnungsmarkt sowie die Altersversorgung als große Probleme. AfD-Anhänger bewerten die in Deutschland zu bewältigenden Probleme häufig anders als die Anhänger der anderen Parteien. Für 63 Prozent der AfD-Anhänger sind Flüchtlinge das größte Problem. Das sehen nur 25 Prozent der Anhänger der anderen Parteien so. Der Klimawandel ist für 28 Prozent der AfD-Anhänger, aber für 38 Prozent der Anhänger der übrigen Parteien besonders wichtig. Die Bildungspolitik ist nur für eine kleine Minderheit unter den AfD-Anhängern von Belang (fünf Prozent). Dass es rechtsextreme Gewalt und Ausländerfeindlichkeit in Deutschland gibt, glaubt so gut wie kein AfD-Anhänger (ein Prozent). Die Daten für die Umfrage wurden im Juli und im August unter 5.393 Befragten erhoben.

Weitere Meldungen

Grüne wollen beim Klima mitregieren

Berlin - Die Grünen wollen das Klimapaket der Bundesregierung im Bundesrat umgestalten und verschärfen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Die

Mehr
ZdK-Präsident verteidigt "synodalen Weg"

Bonn - Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, hält es für notwendig, dass die Bischöfe und Laien mit verbindliche Beschlüsse Konsequenzen

Mehr
Taylor Swift sagt nach Protesten von Tierschützern Auftritt in Australien ab

Offenbar als Reaktion auf Proteste von Tierschützern hat US-Superstar Taylor Swift ihren Auftritt bei einem Pferderennen in Australien abgesagt. Die Musikerin hätte auf dem

Mehr

Top Meldungen

UN-Klimagipfel: Deutschland tritt Allianz für Kohleausstieg bei

New York - Deutschland tritt an diesem Sonntag der internationalen Allianz für den Kohleausstieg bei. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will den Beitritt am Rande des

Mehr
Bericht: Bahn baut ICE-Flotte weiter aus

Berlin - Die Deutsche Bahn baut laut eines Zeitungsberichts ihre ICE-Flotte weiter aus. Jährlich sollten 18 neue ICE-4-Züge eingesetzt werden, berichtet die "Bild am Sonntag".

Mehr
Entsorger fordern 50 Euro Pfand für Lithium-Ionen-Akkus

Berlin - Deutschlands Entsorger fordern nach zahlreichen Bränden in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen eine Pfandpflicht für Lithium-Ionen-Akkus - und zwar in empfindlicher Höhe.

Mehr