Wirtschaft

Spitzenverband: Wohnungsbau in Deutschland qualitativ gut - aber teuer

  • AFP - 14. August 2019, 15:54 Uhr
Bild vergrößern: Spitzenverband: Wohnungsbau in Deutschland qualitativ gut - aber teuer
Neubau in Parow
Bild: AFP

Qualitativ hochwertig, aber teuer: So umschreibt der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW die aktuelle Lage im deutschen Wohnungsbau. Ein weiteres Problem ist auch fehlendes Bauland.

Qualitativ hochwertig, aber teuer: So umschreibt der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW die Lage im Wohnungsbau. In den vergangenen Jahren seien sowohl die Bauwerkskosten als auch die Baupreise gestiegen, teilte der GdW am Mittwoch mit. Hinzu kämen Kapazitätsengpässe bei den Handwerkern und schlicht zu wenig verfügbares Bauland vor allem in den Metropolen.

Den Angaben des GdW zufolge stiegen die Bauwerkskosten zwischen 2000 und 2018 um satte 65 Prozent. Unter anderem schlug die Kostensteigerung durch Verordnungen zum Energiesparen seit 2002 mit einem Plus von 16 Prozent zu Buche. Die Baupreise legten seit 2000 um 45 Prozent zu. Teurer wurden dabei Beton-, Maurer- und Erdarbeiten, aber auch der technische Ausbau der Gebäude.

Ein weiteres Problem ist dem Spitzenverband zufolge die Kapazitätsauslastung im Handwerk. Diese sei derzeit mit 80 Prozent "insgesamt höher als im Bauboom der Nachwendezeit".

Der eigentliche "Flaschenhals für das bezahlbare Bauen in Deutschland" sei aber fehlendes Bauland. In den sogenannten A-Standorten, den sieben größten deutschen Städten, wurden 2017 rund 33 Prozent weniger Baulandgrundstücke verkauft als noch sechs Jahre zuvor. Angespannt sei die Lage aber auch in kleineren Städten. Zugleich sei derzeit das noch vorhandene Bauland "sehr teuer" - in den A-Standorten hätten sich die Preise seit 2011 fast verdoppelt. Derzeit liegen sie dort im Schnitt bei 1120 Euro pro Quadratmeter.

Weitere Meldungen

Drei Ost-Regierungschefs fordern Staatsvertrag zur Absicherung der Kohle-Hilfen

Die ostdeutschen Kohleländer Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt fordern neben dem sogenannten Strukturstärkungsgesetz des Bundes einen Vertrag zur Absicherung der Hilfen. Die

Mehr
Bericht: Immer weniger Arbeitnehmer klagen gegen ihre Unternehmen

Immer weniger Arbeitnehmer klagen einem Bericht zufolge gegen ihre Unternehmen. 2018 starteten vor Deutschlands Arbeitsgerichten 320.094 neue Verfahren, wie die "Neue Osnabrücker

Mehr
Handelskonflikt zwischen USA und China schaukelt sich weiter hoch

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China schaukelt sich weiter hoch. Wenige Stunden, nachdem China am Freitag eine neue Runde von Strafzöllen auf US-Produkte im Umfang von

Mehr

Top Meldungen

EZB-Entscheid: Bundesbankpräsident warnt vor "Aktionismus"

Frankfurt/Main - Knapp drei Wochen vor der mit Spannung erwarteten Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) über mögliche weitere Zinssenkungen oder Anleihekäufe hat

Mehr
Bremens Regierungschef gegen Enteignung von Wohnungskonzernen

Bremen - Bremens neuer Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) ist gegen die Enteignung von Wohnungskonzernen. Er sprach er sich stattdessen dafür aus, den Konzernen den

Mehr
Merz hält GroKo-Gesetz zum Soli-Abbau für verfassungswidrig

Berlin - Die Regierungspläne zum Abbau des Solidaritätszuschlags sind nach Einschätzung des CDU-Wirtschaftspolitikers Friedrich Merz nicht verfassungsgemäß. "Der Abbau des Soli

Mehr