Politik

Protestaktionen von Politaktivisten an VW-Werk in Wolfsburg friedlich beendet

  • AFP - 14. August 2019, 13:59 Uhr
Bild vergrößern: Protestaktionen von Politaktivisten an VW-Werk in Wolfsburg friedlich beendet
Aktivisten an dem blockierten Zug
Bild: AFP

Nach einem Tag haben Politaktivisten auch ihre letzte Protestaktion am VW-Stammwerk im niedersächsischen Wolfsburg friedlich abgeschlossen. Nach Polizeiangaben endete eine Aktion im Eingangsbereich der VW-Autostadt, ohne dass Beamte einschritten.

Nach einem Tag haben Politaktivisten auch ihre letzte Protestaktion am VW-Stammwerk im niedersächsischen Wolfsburg friedlich abgeschlossen. Nach Polizeiangaben endete eine Aktion im Eingangsbereich der VW-Autostadt am Mittwochvormittag, ohne dass Beamte dabei einschritten. Bereits in der Nacht zuvor hatten Einsatzkräfte eine Schienenblockade der Aktivisten aufgelöst. Diese hatten einen Güterzug aus dem Werk gestoppt, indem sie sich unter anderem an Gleise ketteten.

Laut der an den Protesten beteiligten Gruppe Aktion Autofrei hatten sechs ihrer Aktivisten eine große Metallkonstruktion in Globusform im Eingangsbereich der Autostadt erklommen und sich dort die Nacht über verbarrikadiert. Sie kündigten zugleich an, ihren Protest am Mittwochmittag zu beenden. Die Autostadt ist der Auslieferungs- und Museumsbereich des Volkswagen-Stammwerks.

Parallel hatten Aktivisten am Dienstagmorgen einen Güterzug mit Neuwagen auf einem Gleiszubringer des VW-Werks gestoppt. Unter anderem ketteten sie sich mit speziellen Vorrichtungen an die Gleise und seilten sich mit durch die Waggons geführten Seilen von einer Brücke über den Mittellandkanal ab. Spezialisten der Polizei beseitigten die Blockade in einer stundenlangen Aktion.

Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, lösten Einsatzkräfte die Fesselungen der Aktivisten, weil diese Aufforderungen zur freiwilligen Räumung nicht nachkamen. Demnach gab es dabei nur einige Fälle sogenannten passiven Widerstands, bei dem sich Beteiligte wegtragen ließen. Die Personalien von 27 Aktivisten seien festgestellt worden. Die Strecke war um Mitternacht frei.

Wegen der Zugblockade war laut Polizei auch der Mittellandkanal gesperrt. Es habe der Verdacht auf einen gefährlichen Eingriff in den Schiffs- und Bahnverkehr vorgelegen, teilten die Beamten mit.

Am Mittwochmittag verließen nach Polizeiangaben dann auch die Aktivisten aus der Autostadt das VW-Gelände "friedlich". Nach eigenen Angaben wollten die Aktivisten mit den Protestaktionen für eine "radikale Verkehrswende" demonstrieren sowie globale Klima- und Umweltschäden durch die Autoindustrie anprangern.

Weitere Meldungen

Bolsonaro ordnet unter internationalem Druck Armee-Einsatz gegen Waldbrände an

Unter internationalem Druck hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro den Einsatz der Armee gegen die verheerenden Waldbrände im Amazonasgebiet angeordnet. Bolsonaro erließ

Mehr
Veranstalter: Mindestens 35.000 Menschen bei "Unteilbar"-Demonstration in Dresden

In Dresden haben am Samstag nach Angaben der  Veranstalter mindestens 35.000 Menschen für eine offene und freie Gesellschaft demonstriert. Die Teilnehmer hätten "ein

Mehr
Macron und Trump treffen sich vor Start des G7-Gipfels zu Meinungsaustausch

Nach Spannungen im Vorfeld des G7-Gipfels haben sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und sein US-Kollege Donald Trump am Samstagmittag zu einem Meinungsaustausch getroffen.

Mehr

Top Meldungen

EZB-Entscheid: Bundesbankpräsident warnt vor "Aktionismus"

Frankfurt/Main - Knapp drei Wochen vor der mit Spannung erwarteten Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) über mögliche weitere Zinssenkungen oder Anleihekäufe hat

Mehr
Bremens Regierungschef gegen Enteignung von Wohnungskonzernen

Bremen - Bremens neuer Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) ist gegen die Enteignung von Wohnungskonzernen. Er sprach er sich stattdessen dafür aus, den Konzernen den

Mehr
Merz hält GroKo-Gesetz zum Soli-Abbau für verfassungswidrig

Berlin - Die Regierungspläne zum Abbau des Solidaritätszuschlags sind nach Einschätzung des CDU-Wirtschaftspolitikers Friedrich Merz nicht verfassungsgemäß. "Der Abbau des Soli

Mehr