Wirtschaft

BDI fordert in Klimadebatte Fördermittel für Gebäudesanierung und Öko-Kraftstoffe

  • AFP - 19. Juli 2019, 14:41 Uhr
Bild vergrößern: BDI fordert in Klimadebatte Fördermittel für Gebäudesanierung und Öko-Kraftstoffe
Klima-Demo in Hamburg
Bild: AFP

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert in der Debatte um mehr Klimaschutz eine Ausweitung der Förderung für Gebäudesanierung und neue Technologien im Verkehrsbereich.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert in der Debatte um mehr Klimaschutz eine Ausweitung der Förderung für Gebäudesanierung und neue Technologien im Verkehrsbereich. Solche Maßnahmen müssten die von der Regierung geplante CO2-Bepreisung flankieren. "Pure Verteuerung führt nicht zwingend zu mehr Klimaschutz", erklärte der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch am Freitag in Berlin.

"Zu den notwendigen Maßnahmen gehören beispielsweise im Gebäudebereich die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung oder im Verkehrsbereich die Förderung alternativer Antriebe und CO2-neutraler Kraftstoffe", erklärte Lösch. Gleichzeitig bedürfe es "einer signifikanten Senkung des Strompreises für alle Verbrauchergruppen".

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) forderte nach den offenbar ergebnislosen Beratungen des Klimakabinetts vom Donnerstag die Regierung auf, Entscheidungen "nicht auf die lange Bank zu schieben". Der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner kritisierte die "Unentschlossenheit der deutschen Politik in Sachen Klimaschutz". Außerdem müsse die Regierung Ankündigungen etwa zur Verdopplung des Schienenpersonenverkehrs bis 2030 auch durch Investitionen untermauern.

Greenpeace-Klimaexperte Stefan Krug kritisierte in Berlin die Konzentration der Debatten auf einen CO2-Preis. Dieser sei zwar notwendig, "aber kein Ersatz für starke Klimagesetze". Außerdem würde eine Bepreisung allein über den Emissionshandel de facto "eine Verschiebung von Klimaschutz auf den Sankt Nimmerleinstag" bedeuten.

Weitere Meldungen

IWF-Vorstand empfiehlt Aufhebung der Altersgrenze für Chefposten

Der Vorstand des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich am Mittwoch für eine Aufhebung der Altersgrenze für das Amt des geschäftsführenden Direktors ausgesprochen. Der

Mehr
Engine Alliance überprüft Motoren in A380-Fliegern

Der Triebwerk-Hersteller Engine Alliance hat eine Überprüfung aller in Flugzeugen vom Typ A380 verbauten Motoren angekündigt. Das teilte die französische

Mehr
IWF-Ökonomen kritisiert Trumps Strafzölle gegen China

Ungewohnt offen haben führende Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Dessen Strategie der Strafzölle

Mehr

Top Meldungen

Mittelstandspräsident nennt Soli-Gesetz "Anschlag auf Verfassung"

Berlin - Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, hat den Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zum Solidaritätszuschlag kritisiert.

Mehr
Erneute sachgrundlose Befristung nach 22 Jahren Pause zulässig

Das Verbot erneuter sachgrundloser befristeter Arbeitsverträge gilt nach einer Pause nicht endlos. Jedenfalls nach 22 Jahren ist eine erneute Befristung ohne Sachgrund zulässig,

Mehr
Waigel rechnete nicht mit 30 Jahren Soli-Fortbestand

Berlin - Der frühere Bundesfinanzminister und ehemalige CSU-Chef Theo Waigel hat nicht damit gerechnet, dass der in seiner Amtszeit eingeführte Solidaritätszuschlag so lange

Mehr