News

Mit Porsche durch virtuelle Welten

  • Lars Wallerang - 18. Juli 2019, 12:59 Uhr
Bild vergrößern: Mit Porsche durch virtuelle Welten
mid Groß-Gerau - Aus dem Fenster gucken war gestern. Künftig schauen Fond-Passagiere durch die VR-Brille, vorausgesetzt sie haben Lust dazu. Porsche

Beim Autofahren sollte man mit den Augen die Fahrbahn im Blick haben und nicht Wolkenkuckucksheim. Doch die automobile Welt wandelt sich. Bald könnten VR-Kameras unter Passagieren für Zerstreuung sorgen.


Beim Autofahren sollte man mit den Augen die Fahrbahn im Blick haben und nicht Wolkenkuckucksheim. Doch die automobile Welt wandelt sich. Bald könnten VR-Kameras unter Passagieren für Zerstreuung sorgen. Da es noch nicht so weit ist mit dem autonomen Fahren lädt Porsche die Fahrgäste erst einmal auf die Rückbank.

Im Rahmen des Startup Autobahn "Expo Day" in den Stuttgarter Wagenhallen zeigt der Sportwagenhersteller gemeinsam mit dem Start-up-Unternehmen "holoride", wie ein Unterhaltungsangebot für Mitfahrer in einem Porsche-Fahrzeug künftig aussehen könnte. Ziel des gemeinsamen Projekts von Porsche und "holoride" ist es, die Passagiere eines Autos in virtuelle Unterhaltungswelten eintauchen zu lassen.

Dafür wird eine VR-Brille mit Sensoren im Fahrzeug gekoppelt, so dass deren Inhalte in Echtzeit an die Fahrbewegungen des Autos anpasst werden können: Fährt das Auto beispielsweise um die Kurve, so ändert sich auch die Flugrichtung des Spaceshuttles, in dem man sich virtuell befindet. So entsteht ein sehr vertiefstes Erlebnis und es lassen sich damit Symptome von Reiseübelkeit deutlich reduzieren. Künftig soll das System auch Navigationsdaten auswerten können und damit unter anderem die Länge eines VR-Spiels an die errechnete Fahrdauer anpassen.

Alle Inhalte passen sich auf Fahrzeit, Bewegung und Kontext an. Das Geschäftsmodell des Start-ups verfolgt einen offenen Plattform-Ansatz, so dass auch andere Autohersteller und Content-Produzenten von dieser Technologie profitieren können.

Innerhalb der nächsten drei Jahre will "holoride" die neue Unterhaltungsform mithilfe handelsüblicher VR-Brillen für Passagiere auf dem Rücksitz auf den Markt bringen. Mit dem weiteren Ausbau der Car-to-X-Infrastruktur könnte langfristig auch das Verkehrsgeschehen Teil des Erlebnisses werden: Stopps an der Ampel wären dann unerwartete Hindernisse in der Handlung oder würden ein Lernprogramm mit einem kurzen Zwischenquiz unterbrechen. Jetzt müssen nur noch die Fahrgäste Lust dazu haben.

Weitere Meldungen

Unionspolitikerin weist Forderung nach Altersbeschränkung für Energydrinks zurück

Die CDU-Politikerin Gitta Connemann hat die Forderung nach einem Verkaufsverbot für Energydrinks an unter 16-Jährige zurückgewiesen. Verkaufsverbote seien keine Lösung, sondern

Mehr
Drei Ost-Regierungschefs fordern Staatsvertrag zur Absicherung der Kohle-Hilfen

Die ostdeutschen Kohleländer Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt fordern neben dem sogenannten Strukturstärkungsgesetz des Bundes einen Vertrag zur Absicherung der Hilfen. Die

Mehr
Bericht: Immer weniger Arbeitnehmer klagen gegen ihre Unternehmen

Immer weniger Arbeitnehmer klagen einem Bericht zufolge gegen ihre Unternehmen. 2018 starteten vor Deutschlands Arbeitsgerichten 320.094 neue Verfahren, wie die "Neue Osnabrücker

Mehr

Top Meldungen

SPD-Konzept zur Vermögensteuer: Beifall von der Linkspartei

Berlin - Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, hat das SPD-Konzept zur Wiedereinführung einer Vermögensteuer grundsätzlich gutgeheißen. "Dass die SPD auch endlich

Mehr
Ex-Steuerabteilungsleiter will Soli-Abschaffung ab 2020

Berlin - Der frühere Abteilungsleiter Steuern im Bundesfinanzministerium, Michael Sell, hält die Erhebung des Soli ab dem kommenden Jahr "in jeder Form für nicht gerichtsfest".

Mehr
EZB-Entscheid: Bundesbankpräsident warnt vor "Aktionismus"

Frankfurt/Main - Knapp drei Wochen vor der mit Spannung erwarteten Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) über mögliche weitere Zinssenkungen oder Anleihekäufe hat

Mehr