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Kieler Werft bewirbt sich um Milliarden-Auftrag für Bundeswehr

  • dts - 18. Juli 2019, 07:49 Uhr
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Kiel - Die Werft German Naval Yards Kiel (GNYK) will am Donnerstag beim Verteidigungsministerium ein definitives Angebot für die Produktion des milliardenschweren Mehrzweckkampfschiffes MKS 180 einreichen. Das teilte das Unternehmen dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" mit.

Das Auftragsvolumen für die insgesamt vier Schiffe liegt bei mehr als fünf Milliarden Euro. Das MKS 180 ist das größte Marineprojekt der Bundeswehr. Das Vergabeverfahren umfasst die Konstruktion, den Bau und die Lieferung. Im Wettbewerb befindet sich neben GNYK noch die niederländische Damen Shipyards Group mit ihren Unterauftragnehmern.

Der Wettbewerb für das Projekt wurde 2015 erstmals europaweit ausgeschrieben. GNYK ist heute der einzig verbliebene deutsche Generalunternehmer in dem Verfahren. Ende 2019 soll über die Vergabe des Auftrags entschieden werden. Die Auslieferung für das erste Schiff ist für 2027 vorgesehen.

Das MKS 180 soll die bereits im Dienst befindlichen Schiffe in ihren Aufgaben und ihrer Einsatzfähigkeit deutlich übertreffen. So werden die neuen Schiffe in der Lage sein, Ziele in der Luft, an Land sowie über und unter Wasser zu bekämpfen. Damit schließt das MKS bestehende Fähigkeitslücken. GNYK-Geschäftsführer Jörg Herwig sagte dem RND: "Mit der Abgabe unseres Angebotes haben wir alles in unserer Macht stehende getan, damit dieser Auftrag nach Deutschland kommt. Sollten wir am Ende den Zuschlag erhalten, werden nicht nur wir als Werft, sondern Hunderte kleinere und mittlere Unternehmen in ganz Deutschland von dem Projekt profitieren. Grundsätzlich ist es wichtig, dass wir als deutsche Werft Aufträge von der eigenen Regierung erhalten. Nur so können wir unabhängiger von Exporten ins Ausland werden." Von dem Bau des MKS 180 könne jedenfalls ein großer Impuls für den deutschen Marineschiffbau ausgehen, so Herwig weiter. Das sei wichtig für die Innovationskraft der Branche. Zudem könnten Tausende von Arbeitsplätzen dauerhaft erhalten werden. Und Deutschland könne international die Technologieführerschaft behaupten. Sollte der Zuschlag an GNYK erfolgen, so würden Entwicklung, Konstruktion und Bau der Schiffe in Deutschland erfolgen.

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