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Trump hält nichts von Kryptowährungen

  • AFP - 12. Juli 2019, 13:04 Uhr
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Trump zieht harte Währungen dem viurtuellen Geld vor
Bild: AFP

Der viel debattierte Vormarsch virtueller Währungen wie dem für das Jahr 2020 angekündigten Facebook-Geld Libra stößt bei US-Präsident Donald Trump auf Skepsis. 'Ich bin kein Fan von Bitcoin und anderen Währungen, die kein Geld sind', erklärte Trump.

Der viel debattierte Vormarsch virtueller Währungen wie dem für 2020 angekündigten Facebook-Geld Libra stößt bei US-Präsident Donald Trump auf Skepsis. "Ich bin kein Fan von Bitcoin und anderen Währungen, die kein Geld sind", schrieb Trump am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Wert solcher Währungen sei hochgradig unbeständig und habe keine Basis. Außerdem erleichterten Kryptowährungen illegale Geschäfte, fügte Trump hinzu.

Seit der Einführung des Bitcoin im Jahr 2009 gab es eine Vielzahl neuer Kryptowährungen und Spekulationen über Potenzial und Risiken virtuellen Geldes. Die vom Internetriesen Facebook mit seinen mehr als zwei Milliarden Kunden angekündigte Währung Libra könnte erstmals eine Kryptowährung bei Normalverbrauchern etablieren. Facebook plant, eine Milliarde Menschen in das Finanzsystem zu integrieren, die zwar ein Handy aber kein eigenes Konto besitzen.

Trump erklärte, Libra werde nur "wenig Ansehen und Verlässlichkeit" haben. Zudem müssten sich Facebook und andere Kryptowährungsunternehmen an nationale und internationale Bankenregeln halten. "Wir haben nur eine Währung in den USA, und die ist stärker denn je", schrieb Trump. "Sie nennt sich United States Dollar!" Einige US-Politiker sprechen sich dafür aus, das Libra-Projekt vorläufig zu stoppen.

Die Rolle virtuellen Geldes treibt die Staaten auch auf internationaler Ebene um: In der kommenden Woche stellt eine hochrangig besetzte Arbeitsgruppe der sieben größten Industrienationen einen vorläufigen Bericht beim G7-Finanzministertreffen in Frankreich vor. 

"Je mehr wir dieses Projekt begutachten, desto mehr haben wir, die Gemeinschaft der Regulatoren, ernsthafte Fragen und mögliche Vorbehalte", sagte am Donnerstag der Gouverneur der französischen Nationalbank, François Villeroy de Galhaut. Sein Amtskollege Jerome Powell von der US-Notenbank Fed forderte in einer Befragung vor dem Kongress mit Blick auf die "systemische Bedeutung" von Libra eine "sehr vorsichtige, geduldige und gründliche Abwägung".

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