Brennpunkte

Italienischer Mafia-Boss aus Gefängnis in Uruguay getürmt

  • AFP - 24. Juni 2019, 18:33 Uhr
Bild vergrößern: Italienischer Mafia-Boss aus Gefängnis in Uruguay getürmt
Mafioso Rocoo Morabiton
Bild: AFP

Der italienische Mafia-Boss Rocco Morabito ist aus einem Gefängnis in Uruguay entkommen. Der 52-Jährige entkam in der Nacht zum Montag durch ein Loch aus der Haftanstalt in Montevideo und floh zusammen mit drei weiteren Insassen über die Dächer.


Anzeige

Der italienische Mafia-Boss Rocco Morabito ist aus einem Gefängnis in Uruguay entkommen. Der 52-Jährige entkam in der Nacht zum Montag durch ein Loch aus der Haftanstalt in Montevideo und floh zusammen mit drei weiteren Insassen über die Dächer, wie das Innenministerium des südamerikanischen Landes mitteilte. Morabito wartete auf die Auslieferung an sein Heimatland, wo er in Abwesenheit zu 30 Jahren Haft verurteilt worden war.

Italiens Innenminister Matteo Salvini reagierte umgehend auf die Flucht des Mafia-Bosses, die er als "irritierend und schwerwiegend" bezeichnete. Er forderte die Regierung Uruguays zur vollständigen Aufklärung des Vorfalls auf. Italien werde die "Jagd" nach dem 52-Jährigen fortsetzen, um ihn ins Gefängnis zu bringen.

Morabito war im Jahr 2017 in Uruguay festgenommen worden. Seit 1995 stand er in Italien als Mitglied der Ndrangheta auf einer Fahndungsliste. Er soll von 1988 bis 1994 in den internationalen Drogenhandel verwickelt gewesen sein. Dabei soll er unter anderem für den Drogentransport in Italien, für die Verteilung in Mailand und für einen versuchten Transport von 630 Kilo Kokain 1993 aus Brasilien verantwortlich gewesen sein.

Vor seiner Festnahme hatte Morabito 13 Jahre lang in dem Badeort Punta del Este gewohnt. Er flog nur deshalb auf, weil seine Tochter unter ihrem richtigen Namen an einer Schule angemeldet wurde.

Weitere Meldungen

Prozess gegen Syrerin wegen Werbens um IS-Mitglieder

Vor dem Oberlandesgericht Dresden muss sich seit Dienstag eine Frau aus Syrien verantworten, weil sie um Mitglieder und Unterstützer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS)

Mehr
Deutlich mehr Unfälle mit Fahrrädern als mit E-Scootern in München

München - In München hat es im ersten Monat nach Einführung der Elektrotretroller mehr als 40 Mal so viele Fahrradunfälle gegeben als Unfälle mit den sogenannten E-Scootern. Vom

Mehr
Bereits mindestens 180 Tote durch Monsun in Südasien

Durch die Monsun-Regen in Südasien sind dutzende weitere Menschen ums Leben gekommen. Die Opferzahl erhöhte sich auf mindestens 180 Tote, wie die Behörden der betroffenen Länder

Mehr

Top Meldungen

Hitzewelle lässt Getreideernte schrumpfen

Die Hitzeperiode der vergangenen Wochen hat ihre Spuren im Getreide hinterlassen. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) senkte am Dienstag seine Ernteprognose ab. Ging der

Mehr
Zigarettenabsatz im zweiten Quartal gesunken

Wiesbaden - Im zweiten Quartal 2019 sind in Deutschland 6,6 Prozent weniger Zigaretten versteuert worden als im Vorjahresquartal. Die versteuerte Menge sank auf 19,1 Milliarden

Mehr
Bericht: Finanzministerium sieht Facebook-Währung "Libra" kritisch

Das Bundesfinanzministerium sieht die geplante Facebook-Kryptowährung "Libra" einem Medienbericht zufolge kritisch und warnt vor einer möglichen Bedrohung des Euro. "Gemeinsam mit

Mehr