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Sepp Blatter ergreift Partei für festgenommenen Michel Platini

  • dts - 18. Juni 2019, 19:17 Uhr
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Linienrichter beim Fußball mit Fahne
dts

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Berlin - Sepp Blatter, Ex-Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa, hat sich nach der Festnahme von Michel Platini für den ehemaligen Weltklassefußballer stark gemacht. Platini sei "ganz sicher kein Krimineller", sagte der 83-Jährige am Dienstagmittag der "Welt".

"Ich habe lange mit ihm zusammengearbeitet und besitze eine gute Menschenkenntnis. Ab und zu habe ich mich in meinem Leben in Menschen geirrt - aber nie bei der Frage, ob jemand kriminell ist", so Blatter. Platini war am Dienstagmorgen in Nanterre, einem Vorort von Paris, in Gewahrsam genommen und verhört worden; die Befragungen dauern zur Stunde noch an. Nach Angaben der französischen Finanzstaatsanwaltschaft PNF wird zu korruptem Verhalten im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar ermittelt; als Chef des Europa-Verbandes UEFA war Platini damals stimmberechtigt und hatte für den Wüstenstaat votiert.

Blatter sagte dazu: "Es geht offenbar um das, was ich schon immer gesagt habe: den Einfluss des damaligen französischen Staatspräsidenten (Nicolas Sarkozy, d. Red.) auf Michel Platini." Und weiter: "Ich erinnere mich noch gut, wie Michel mich damals angerufen hat. Wir hatten ja einen Konsens in der Fifa, wonach die WM 2018 nach Russland und die WM 2022 in die USA geht - im Sinne eines `Handshake for Peace`. Aber dann sagte Michel mir plötzlich, dass Sarkozy gebeten habe, dass er und seine Freunde für Katar stimmen."

Tatsächlich setzte sich Katar bei der Abstimmung schließlich gegen die USA durch. Weisen die französischen Staatsanwälte Bestechung nach, müsste die FIFA dem Wüstenstaat das Turnier den Regularien zufolge wieder entziehen. Der Verband äußerte sich auf "Welt"-Anfrage nicht zu dieser Frage. Blatter sagte: "Die geographischen Nachbarn Katars rütteln an der Austragung in dem Land, aber die FIFA hat beschlossen, dass das Turnier dort stattfindet. Es müsste ein Erdbeben passieren, damit Katar die WM noch verliert."

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