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USA erhöhen Druck auf Teheran durch Entsendung weiterer Soldaten

  • AFP - 18. Juni 2019, 14:12 Uhr
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Der Tanker "Front Altair" am Donnerstag
Bild: AFP

Im Konflikt mit dem Iran haben die USA durch die Entsendung weiterer Truppen den Druck erhöht. Russland warnte daraufhin die USA vor Schritten, die 'die Spannungen in der bereits instabilen Region erhöhen können'.

Im Konflikt mit dem Iran haben die USA durch die Entsendung weiterer Soldaten den Druck erhöht. Der kommissarische US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan begründete die Entsendung der tausend zusätzlichen Soldaten am Montag mit den "Bedrohungen im Nahen Osten" und den "iranischen Attacken". Russland warnte daraufhin die USA vor Schritten, welche "die Spannungen in der bereits instabilen Region erhöhen können".

Shanahan sagte, die jüngsten "iranischen Attacken" zeigten, dass die Geheimdienstinformationen über "feindliches Verhalten" des Iran und seiner Verbündeten richtig gewesen seien. Er bezog sich damit auf die beiden Tanker-Angriffe im Golf von Oman, die zuletzt die Spannungen verschärft hatten. Die USA, Großbritannien und Saudi-Arabien machen den Iran dafür verantwortlich, legten jedoch keine konkreten Beweise vor.

Die Truppenentsendung diene der "Sicherheit und der Gesundheit unserer in der Region stationierten Soldaten" und solle "unsere nationalen Interessen schützen" helfen, erklärte Shanahan. Die USA hatten bereits Anfang Mai unter Verweis auf eine angebliche Bedrohung durch den Iran ihre Truppen in der Golfregion massiv verstärkt. Shanahan versicherte aber erneut, die USA würden keinen "Konflikt mit dem Iran" suchen.

Russland rief zur "Zurückhaltung" auf. "Wir wollen keine Schritte sehen, die die Spannungen in der bereits instabilen Region erhöhen können", sagte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Der russische Vizeaußenminister Sergej Riabkow warf den USA vor, einen Krieg provozieren zu wollen. Die Verstärkung der Truppen "kann nicht anders gesehen werden denn als gezielter Schritt, um einen Krieg zu provozieren", sagte Riabkow.

Der chinesische Außenminister Wang Yi mahnte die USA, nicht die "Büchse der Pandora" zu öffnen. "Vor allem die Vereinigten Staaten sollten ihre Praxis des extremen Drucks ändern", sagte er bei einer Pressekonferenz mit seinem syrischen Kollegen Walid al-Muallim. Zugleich rief er den Iran auf, das internationale Atomabkommen nicht "leichtfertig" aufzugeben und alle Maßnahmen zu vermeiden, die zu einer Eskalation führen könnten.

Die USA veröffentlichten am Montag neue Fotos, welche die Verantwortung des Iran für die Angriffe auf die Tanker aus Japan und Norwegen am vergangenen Donnerstag belegen sollen. Sie zeigen unter anderem die Reste eines Magneten, mit dem eine nicht explodierte Mine an einem der Tanker befestigt worden sein soll. Andere Bilder sollen Schäden am selben Schiff zeigen, die angeblich von einer anderen Mine verursacht wurden.

Das Pentagon hatte bereits vergangene Woche ein Video präsentiert, das ein Patrouillenboot der Revolutionsgarden zeigen soll, wie sie die nicht explodierte Mine von dem Tanker entfernen. Das Pentagon erklärte, die Tatsache, dass die Iraner die Fähigkeit zur raschen Entfernung der Mine hätten, zeige, dass sie für den Angriff verantwortlich seien. Die EU-Staaten schlossen sich bisher nicht der US-Schuldzuweisung an.

Der Konflikt steht vor dem Hintergrund des Streits um das Atomabkommen von 2015. US-Präsident Donald Trump war im Mai 2018 ausgestiegen und hatte neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Trotz des Vertragsbruchs der USA hielt der Iran zunächst daran fest in der Hoffnung, trotz der neuen US-Sanktionen die Wirtschaftsbeziehungen mit den verbliebenen Vertragspartner aufrechterhalten zu können.

Teheran droht nun, seine Verpflichtungen bei der Urananreicherung nicht länger einzuhalten, sofern ihm die Vertragspartner nicht rasch entgegenkommen.

Der iranische Geheimdienst verkündete derweil die Aufdeckung eines neuen Spionagenetzwerks des US-Geheimdiensts CIA. In Kooperation mit "ausländischen Verbündeten" seien mehrere Spione festgenommen worden, meldete die Nachrichtenagentur Irna.

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