Technologie

Smartphone-Absatz von Huawei bricht um 40 Prozent ein

  • AFP - 17. Juni 2019, 12:45 Uhr
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Huawei-Gründer Ren Zhengfei
Bild: AFP

Infolge der Handelssanktionen gegen Huawei ist der weltweite Smartphone-Verkauf des chinesischen Telekommunikationsriesen um 40 Prozent eingebrochen. Das bestätigte Konzerngründer Ren.

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Infolge der Handelssanktionen gegen Huawei ist der weltweite Smartphone-Verkauf des chinesischen Telekommunikationsriesen um 40 Prozent eingebrochen. Das bestätigte Konzerngründer Ren Zhengfei am Montag bei einer Konferenz am Firmensitz im südchinesischen Shenzhen. Zugleich kündigte er an, dass Huawei seine Produktion massiv drosselt: "In den nächsten beiden Jahren wird die Produktion um 30 Milliarden Dollar (27 Milliarden Euro) gekürzt", sagte Ren. 

Das bedeutet eine Drosselung um etwa ein Drittel. Welche Produkte genau betroffen sind, sagte Ren nicht. Im vergangenen Jahr erzielte Huawei einen Umsatz von 721,2 Milliarden Yuan (95,3 Milliarden Euro). Nach eigenen Angaben lieferte das Unternehmen 2018 insgesamt 206 Millionen Smartphones aus, etwa je zur Hälfte in China und zur Hälfte im Ausland.

Ren machte keine weitere Angaben zum Absatzeinbruch. Eine Konzernsprecherin erläuterte später, bei den Zahlen handele es sich um den Rückgang zwischen Mai und Juni. Der Konzernchef verglich Huawei mit einem beschädigten Flugzeug. Er versprach jedoch, das Unternehmen werde 2021 wieder zu seiner "Vitalität" zurückfinden. Zudem hob er hervor, dass die Verkaufszahlen auf dem heimischen Markt weiterhin "sehr schnell" wüchsen.

Huawei wird derzeit massiv von Washington unter Druck gesetzt. Die USA befürchten chinesische Spionage und Sabotage, Huawei weist die Verdächtigungen vehement zurück.

US-Präsident Donald Trump hatte US-Unternehmen kürzlich per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Hierbei gilt Huawei - der unangefochtene Weltmarktführer bei der 5G-Technologie - als Hauptziel. Daraufhin schränkten mehrere Unternehmen ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Telekommunikationsausrüster ein. 

Das US-Handelsministerium setzte Huawei zudem wegen mutmaßlicher Umgehung der Iran-Sanktionen auf die schwarze Liste von Unternehmen, an die US-Firmen nur mit behördlicher Erlaubnis Technologieprodukte verkaufen dürfen. Die chinesische Regierung wirft den USA "wirtschaftliche Schikane" vor.

Die Sanktionen sind ein harter Schlag für Huawei, weltweit die Nummer zwei in der Smartphone-Branche hinter Samsung. Die Chinesen beziehen viele Teile für ihre Produkte - etwa Hochleistungs-Speicherchips - aus den USA.

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