Politik

G20-Umweltminister treffen Vereinbarung zur Verringerung von Plastikmüll im Meer

  • AFP - 16. Juni 2019, 16:04 Uhr
Bild vergrößern: G20-Umweltminister treffen Vereinbarung zur Verringerung von Plastikmüll im Meer
Plastikmüll bereitet weltweit zunehmend Sorgen
Bild: AFP

Die G20-Umweltminister haben die erste umfassende internationale Vereinbarung zur Verringerung von Plastikmüll im Meer getroffen. Die Regeln gelten zwar für Industrie- und Schwellenländer gleichermaßen, beruhen aber auf freiwilligen Maßnahmen.

Die G20-Umweltminister haben die erste umfassende internationale Vereinbarung zur Verringerung des Plastikmülls in den Weltmeeren erzielt. Der japanische Umweltminister Yoshiaki Harada erklärte zum Abschluss des zweitägigen Ministertreffens im japanischen Karuizawa, es sei "wunderbar", dass gemeinsame Regeln zur Verringerung des Plastikmülls vereinbart worden seien, die für Industrie- und Schwellenländer gleichermaßen gelten. Die Vereinbarung ist allerdings ziemlich vage und beruht auf freiwilligen Maßnahmen.

Ein Bericht über die Fortschritte der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer im Kampf gegen die gefährliche Plastikflut werde nun ein Mal im Jahr veröffentlicht, berichteten örtliche Medien. Nach Informationen der Zeitung "Yomiuri Shimbun" hofft die japanische Regierung, dass ein erstes Treffen dazu bereits im November stattfindet.

Die enormen Plastikmengen in den Weltmeeren bereiten mittlerweile weltweit Sorgen. Viele Länder wie Japan haben damit zu kämpfen, dass massenhaft Plastikmüll an ihre Küsten gespült wird. Besonders gefährlich ist aber Mikroplastik, da die weniger als fünf Millimeter großen Plastikteilchen schwer wieder eingesammelt werden können. So reichert sich das Mikroplastik in Vögeln, Fischen und anderen Meeresbewohnern an.

Hiroaki Odachi von Greenpeace Japan erklärte, die G20-Vereinbarung sei "ein erster Schritt, um dieses Problem zu lösen". Allerdings sei es "unzureichend, auf freiwillige Maßnahmen der Länder" zu setzen. Nötig seien vielmehr "verbindliche internationale Regeln mit klaren Zeitplänen und Zielen", erklärte Odachi.

Umweltschützer heben hervor, dass schätzungsweise nur neun Prozent der Plastikprodukte recycelt werden. Daher ist es aus ihrer Sicht unausweichlich, dass Unternehmen deutlich weniger Plastik produzieren und Verbraucher deutlich weniger verwenden.

Weitere Meldungen

Irakische Kurden veröffentlichen nach Tod von Diplomat Fahndungsaufruf

Kurdische Behörden im Irak haben nach der tödlichen Attacke auf einen Diplomaten im nordirakischen Erbil einen Fahndungsaufruf nach einem Verdächtigen gestartet. Der 27-jährige

Mehr
Zehn Universitäten und Berliner Verbund als Exzellenz-Unis gekürt

Bundeswissenschaftsministerin Anja Karliczek (CDU) hat zehn Hochschulen und den Verbund aus den Berliner Universitäten zu Exzellenz-Universitäten gekürt. Für die Gewinner des

Mehr
Greta Thunberg fordert in Berlin schnelles Handeln der Politik in der Klimakrise

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat bei einer Kundgebung der Fridays-for-Future-Bewegung in Berlin ein schnelles Handeln in der Klimakrise gefordert. Vor mehreren

Mehr

Top Meldungen

Bericht: Draghi will Kurs der EZB lockern

Frankfurt/Main - In den letzten Monaten seiner Amtszeit will EZB-Präsident Mario Draghi seiner Nachfolgerin Christine Lagarde den Start erleichtern. Das berichtet das

Mehr
Bericht: Thyssenkrupp-Chef kündigt Sparpaket an

Essen - In einem Brandbrief an die Mitarbeiter hat der Vorstandsvorsitzende von Thyssenkrupp, Guido Kerkhoff, am Freitag vergangener Woche laut eines Medienberichts ein fast

Mehr
Flixbus treibt Expansion voran


Einst galt Flixbus als Pionier. Dort inzwischen hat sich das Unternehmen über die Grenzen von Deutschland hinaus einen Namen gemacht. Und der Expansionskurs soll jetzt mit

Mehr