Wirtschaft

Verbände fordern Warngeräusche für alle Elektro- und Hybridfahrzeuge

  • AFP - 13. Juni 2019, 13:38 Uhr
Bild vergrößern: Verbände fordern Warngeräusche für alle Elektro- und Hybridfahrzeuge
Ladendes Elektroauto
Bild: AFP

Ein Bündnis von Verbänden hat sich für die sofortige Ausstattung aller Hybrid- und Elektrofahrzeuge mit einem akustischen Warnsystem zur Vorbeugung von Unfällen ausgesprochen. Die EU-Verordnung dazu geht den Verbänden nicht weit genug.

Anzeige

Ein Bündnis von Verbänden hat sich für die sofortige Ausstattung aller Hybrid- und Elektrofahrzeuge mit einem akustischen Warnsystem zur Vorbeugung von Unfällen ausgesprochen. Lautlose Autos seien für Fußgänger und Radfahrer eine größere Unfallgefahr als Verbrenner, hieß es am Donnerstag in der Erklärung auf Initiative des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV). Beteiligt waren etwa auch der Sozialverband VdK, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club.

Zwar sind nach einer EU-Verordnung die Hersteller bereits verpflichtet, in alle ab Juli dieses Jahres zugelassenen neuen Typen von Hybridelektro- und reinen Elektrofahrzeugen ein Akustisches Fahrzeug-Warnsystem einzubauen (Acoustic Vehicle Alerting System, AVAS). Ab Juli 2021 müssen dann alle neu zugelassenen Hybrid- und Elektrofahrzeuge ein Warngeräusch von sich geben. Die Verbände sorgen sich aber um alle bereits zugelassenen Autos sowie um die Übergangslösung und warnen vor einem "gefährlichen Mischverkehr aus hörbaren und lautlosen Autos".

Gefährdet seien nicht nur sehbehinderte Menschen, sondern auch Kinder, Ältere und Fahrradfahrer, hieß es. Deshalb müssten alle Käufer und auch Besitzer von elektrisch betriebenen Fahrzeugen diese mit einem AVAS ausstatten. Nötig sei für alle Elektrofahrzeuge ein "verpflichtendes und an die Verkehrssituation angepasstes Signal, das von allen wahrgenommen werden kann", forderte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Weitere Meldungen

Studie: Knapp zwei Millionen Wohnungen stehen leer

Knapp zwei Millionen Wohnungen stehen in Deutschland laut einer neuen Studie leer. Wie eine am Montag veröffentlichte Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ergab,

Mehr
EU findet keine systematische Benachteiligung Osteuropas bei Lebensmitteln

Eine EU-Studie hat keine systematische Benachteiligung osteuropäischer Länder bei der Qualität von Lebensmitteln und Getränken feststellen können. Wie die EU-Kommission am Montag

Mehr
Zahl der Bio-Bauernhöfe wächst um acht Prozent auf 32.000

Immer mehr Bauern in Deutschland bewirtschaften ihr Land ökologisch: Die Zahl der Bio-Betriebe wuchs im vergangenen Jahr im Vorjahresvergleich um 7,9 Prozent auf rund 32.000, wie

Mehr

Top Meldungen

FDP fordert vor Autogipfel keine einseitige Festlegung auf E-Autos

Vor dem Autogipfel im Kanzleramt fordert die FDP keine einseitige Festlegung auf Elektroautos. "Wir brauchen stattdessen mehr Marktwirtschaft und Technologieoffenheit, um

Mehr
Umweltministerin fordert von Söder Respekt für Kohlekonsens

Berlin - Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die Forderung von CSU-Chef Markus Söder nach einem schnelleren Kohleausstieg schon bis 2030 scharf zurückgewiesen. "Klimaschutz

Mehr
Gravierender Rückgang bei Bäcker-Azubis in Mitteldeutschland

Halle (Saale) - Bäckereien in Mitteldeutschland bilden immer weniger Lehrlinge aus. Das geht aus Daten des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks hervor, über welche das

Mehr