Technologie

US-Bundesstaaten klagen gegen Fusion von T-Mobile und Sprint

  • AFP - 11. Juni 2019, 20:24 Uhr
Bild vergrößern: US-Bundesstaaten klagen gegen Fusion von T-Mobile und Sprint
T-Mobile und Sprint wollen fusionieren
Bild: AFP

Die US-Tochter der Deutschen Telekom stößt mit ihren Plänen für eine Fusion mit dem Konkurrenten Sprint auf massiven juristischen Widerstand. Zehn US-Bundesstaaten reichten gemeinsam Klage gegen den Zusammenschluss im Volumen von 26 Milliarden Dollar ein.

Anzeige

Die US-Tochter der Deutschen Telekom stößt mit ihren Plänen für eine Fusion mit dem Konkurrenten Sprint auf massiven juristischen Widerstand. Zehn US-Bundesstaaten reichten am Dienstag gemeinsam Klage gegen den Zusammenschluss im Volumen von 26 Milliarden Dollar (23 Milliarden Euro) ein, wie die Generalstaatsanwälte von Kalifornien und New York, Xavier Becerra und Letitia James, mitteilten.  

Die Strafverfolger der zehn Bundesstaaten befürchten, dass die Fusion von T-Mobile US und Sprint zu steigenden Preisen für die Mobilfunkkunden führen würde. Für Millionen von Verbrauchern würde "irreparabler Schaden" entstehen, indem sie den Zugang zu  einer erschwinglichen und zuverlässigen Mobilfunkversorgung verlören, warnte James. 

Die beiden Unternehmen haben zwar angekündigt, nach ihrem Zusammengehen die Preise drei Jahre lang nicht zu erhöhen. Doch die Kläger nehmen ihnen diese Zusicherung nicht ab. Sie warnen vor einer Schwächung des Wettbewerbs und einem Preisanstieg in der gesamten Branche, der besonders Verbraucher mit niedrigem Einkommen hart treffen würde.

Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC hatte den Zusammenschluss allerdings im Mai im Prinzip genehmigt. FCC-Chef Ajit Pai hob dabei als Vorteil hervor, dass beide Unternehmen binnen sechs Jahren nach Vollendung der Fusion 99 Prozent der US-Bürger mit dem hochmodernen 5G-Standard versorgen wollten. Allerdings steht noch die erforderliche Genehmigung der Fusion durch das US-Justizministerium aus.

T-Mobile US und Sprint - das mehrheitlich der japanischen SoftBank gehört - sind der dritt- beziehungsweise viertgrößte Mobilfunkanbieter in den Vereinigten Staaten. Marktführer sind Verizon Wireless und AT&T. Bei einer Fusion hätten T-Mobile US und Sprint zusammen 131 Millionen Kunden. Sie würden so mit AT&T gleichziehen und den Marktführer Verizon herausfordern.

Weitere Meldungen

Huawei weiter mit Google-Betriebssystem


Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei hat seit den US-Sanktionen einen schweren Stand. Nutzer und Käufer der Geräte sind verunsichert. Auf seiner Webseite macht das

Mehr
"Die Uhr tickt" - IG Metall mahnt beim Umbau der Industrie zur Eile

Mit einem Weckruf an Politik und Arbeitgeber will die IG Metall beim Umbau der Industrie in Deutschland aufs Tempo drücken. "Wir sind der festen Überzeugung, dass Handeln jetzt

Mehr
Facebook mit eigener Währung


Facebook ist wohl bald mit einer eigenen Digitalwährung im Netz unterwegs. Der Name: "Libra". Damit soll Verbrauchern ab 2020 eine global einsetzbare Währung zur Verfügung

Mehr

Top Meldungen

FDP fordert vor Autogipfel keine einseitige Festlegung auf E-Autos

Vor dem Autogipfel im Kanzleramt fordert die FDP keine einseitige Festlegung auf Elektroautos. "Wir brauchen stattdessen mehr Marktwirtschaft und Technologieoffenheit, um

Mehr
Umweltministerin fordert von Söder Respekt für Kohlekonsens

Berlin - Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die Forderung von CSU-Chef Markus Söder nach einem schnelleren Kohleausstieg schon bis 2030 scharf zurückgewiesen. "Klimaschutz

Mehr
Gravierender Rückgang bei Bäcker-Azubis in Mitteldeutschland

Halle (Saale) - Bäckereien in Mitteldeutschland bilden immer weniger Lehrlinge aus. Das geht aus Daten des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks hervor, über welche das

Mehr