Brennpunkte

Staatsspitze des Irak warnt vor Eskalation der Iran-Krise

  • AFP - 26. Mai 2019, 13:12 Uhr
Bild vergrößern: Staatsspitze des Irak warnt vor Eskalation der Iran-Krise
Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif
Bild: AFP

Bei einem Besuch des iranischen Außenministers Mohammed Dschawad Sarif in Bagdad hat die irakische Führung vor Krieg in der Region gewarnt. Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi sprach bei einem Treffen mit Sarif von der 'Gefahr eines Krieges'.

Anzeige

Bei einem Besuch des iranischen Außenministers Mohammed Dschawad Sarif in Bagdad hat die irakische Führung vor Krieg in der Region gewarnt. Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi sprach am Samstagabend bei einem Treffen mit Sarif von der "Gefahr eines Krieges". Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA hatten in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Beide Länder sind Verbündete des Iraks.

Nach Angaben seines Büros setzte sich Mahdi bei dem Treffen für "Stabilität in der Region und die Aufrechterhaltung des Atomabkommens" ein. Der irakische Präsident Präsident Barham Saleh habe mit Sarif über die Notwendigkeit gesprochen, jeglichen "Krieg oder Eskalation" zu verhindern, hieß es weiter. Sarif selbst erklärte am Sonntag, der Iran werde "alle Versuche der Kriegsführung" zurückschlagen, seien sie wirtschaftlicher oder militärischer Natur. 

Zuvor hatten die USA angekündigt, rund 1500 zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden. Sie sollten dort vorwiegend "schützende" Aufgaben übernehmen, sagte US-Präsident Donald Trump. Der Iran kritisierte die Truppenaufstockung als "Gefahr" für den Frieden. Derzeit sind im Nahen und Mittleren Osten zwischen 60.000 und 80.000 Soldaten stationiert. 

Die USA hatten das Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 aufgekündigt. Genau ein Jahr später erklärte Teheran, auch der Iran werde einzelne Bestimmungen der Vereinbarung nicht mehr einhalten. Die iranische Führung verlangte Entgegenkommen in mehreren Punkten von den anderen Unterzeichnerstaaten Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Russland und China und drohte, nach einer Frist von 60 Tagen weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Weitere Meldungen

Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur deutschen Pkw-Maut

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wird heute (09.30 Uhr) sein mit Spannung erwartetes Urteil zur deutschen Pkw-Maut verkünden. Die Luxemburger Richter müssen über eine Klage

Mehr
USA schicken weitere rund tausend Soldaten in die Nahost-Region

Inmitten der Spannungen mit dem Iran entsenden die USA weitere rund tausend Soldaten in die Nahost-Region. Der kommissarische US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan erklärte am

Mehr
Strafmaß gegen Drogenboss "El Chapo" Guzmán wird später verkündet als geplant

Das Strafmaß gegen den in den USA inhaftierten mexikanischen Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán wird mehrere Wochen später verkündet als geplant. Anstelle des 25. Juni werde als

Mehr

Top Meldungen

VW-Vorstand: Autonomes Fahren braucht noch Zeit

Wolfsburg - Laut dem neuen Volkswagen-Softwarevorstand Christian Senger wird komplett autonomes Fahren auf absehbare Zeit nicht möglich sein. "Die 95 Prozent beim autonomen

Mehr
Verbraucherverbände raten zu Versicherung gegen Naturgefahren

Verbraucherschützer raten Hausbesitzern zum Abschluss von Versicherungen gegen Naturgefahren. "Naturereignisse wie Hochwasser und Überschwemmung durch Starkregen nehmen zu",

Mehr
Finanzminister: Grundstückswert bleibt bei Grundsteuer maßgeblich

Berlin - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) verteidigt den Kompromiss innerhalb der Bundesregierung zur Reform der Grundsteuer. "Was lange währt, wird am Ende gut. Die

Mehr