Wirtschaft

Bericht: Volkswagen will E-Kleinwagen in Osteuropa bauen

  • dts - 16. Mai 2019, 17:29 Uhr
Bild vergrößern: Bericht: Volkswagen will E-Kleinwagen in Osteuropa bauen
VW-Logo
dts

.

Wolfsburg - Der Autobauer Volkswagen will laut eines Zeitungsberichts seinen elektrifizierten Kleinwagen in einem Werk in Osteuropa bauen. Dazu habe der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am vergangenen Montag eine Grundsatzentscheidung gefällt, berichtet das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Konzernkreise.

Wahrscheinlich werde das E-Auto nun im slowakischen Bratislava gefertigt. Ursprünglich hätte das Einstiegsmodell im Werk Emden vom Band rollen sollen. Bei einem angepeilten Verkaufspreis von unter 20.000 Euro sei dies wirtschaftlich nicht darstellbar, berichtet die Zeitung weiter. Dafür seien die Lohnkosten in Emden und anderen deutschen Standorten zu hoch.

E-Autos sind an sich schon teurer als Autos mit Verbrennermotoren, weil die Batterie mehr kostet als ein Motor. In Emden solle statt des Kleinwagens nun ein elektrischer Kompakt-SUV in der Größe eines VW Tiguan produziert werden, berichtet das "Handelsblatt". Dieses Modell sei bislang für die VW-Fabrik im sächsischen Zwickau gedacht gewesen. Das Werk in Ostdeutschland sei aber mit dem ID ausreichend ausgelastet.

Die Nachfrage nach dem elektrischen Nachfolger des Golf sei so groß, dass Zwickau zugunsten der ostfriesischen Kollegen problemlos auf den Kompakt-SUV verzichten könne, hieß es in Konzernkreisen. Das Unternehmen habe sich dazu nicht geäußert, berichtet das "Handelsblatt".

Weitere Meldungen

Diesel-Nachrüstung: VZBV will mehr Zugeständnisse von Autobranche

Berlin - Nach der Zulassung weiterer Systeme für Hardware-Nachrüstungen älterer Diesel-Autos fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) mehr Zugeständnisse der

Mehr
Erneute sachgrundlose Befristung nach 22 Jahren Pause zulässig

Das Verbot erneuter sachgrundloser befristeter Arbeitsverträge gilt nach einer Pause nicht endlos. Jedenfalls nach 22 Jahren ist eine erneute Befristung ohne Sachgrund zulässig,

Mehr
Mazda und Lidl: Carsharing lohnt sich nicht


Mit großen Ambitionen ist Mazda 2018 in den Carsharing-Bereich eingestiegen. Mangels Erfolgsaussichten macht der japanische Autobauer aber nur wenige Monate später eine

Mehr

Top Meldungen

Scholz prüft Verbot von Negativzinsen für Sparer

Berlin - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will prüfen, ob es ein staatliches Verbot von Negativzinsen für Kleinsparer geben kann. "Das Bundesfinanzministerium hat eine

Mehr
Mittelstandspräsident nennt Soli-Gesetz "Anschlag auf Verfassung"

Berlin - Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, hat den Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zum Solidaritätszuschlag kritisiert.

Mehr
Waigel rechnete nicht mit 30 Jahren Soli-Fortbestand

Berlin - Der frühere Bundesfinanzminister und ehemalige CSU-Chef Theo Waigel hat nicht damit gerechnet, dass der in seiner Amtszeit eingeführte Solidaritätszuschlag so lange

Mehr