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Neue Luftangriffe auf Dschihadisten in letzter Bastion in Syrien

  • AFP - 22. März 2019, 10:58 Uhr
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Neue Luftangriffe auf letzte IS-Bastion in Syrien
Bild: AFP

Nach zweitägiger Pause haben die Belagerer der letzten Bastion der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Osten Syriens den Beschuss wieder aufgenommen. Die verbliebenen IS-Kämpfer leisteten weiter Widerstand.

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Nach zweitägiger Pause steht die  letzte Bastion der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Osten Syriens wieder unter Beschuss. Flugzeuge der internationalen Anti-IS-Koalition bombardierten am Freitagmorgen die Positionen der Dschihadisten am Ufer des Euphrat nahe dem Dorf Baghus, wie die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) mitteilten, die seit Monaten die Ortschaft an der irakischen Grenze belagern.

Ein SDF-Kommandeur sagte, seine Truppen kämpften an mehreren Fronten gegen die Dschihadisten. In den vergangenen 48 Stunden hatten die SDF-Kämpfer ihre Stellungen im einstigen Lager der Dschihadisten in Baghus gefestigt und zahlreiche verletzte IS-Kämpfer und ihre Angehörigen abtransportiert. Nach der Einnahme des chaotischen Zeltlagers in Baghus bleibt den Dschihadisten nur noch ein schmaler Streifen am Euphrat.

"Der Einsatz zur vollständigen Befreiung von Baghus läuft", erklärte die Anti-IS-Koalition. Die Schlacht bleibe heftig und die Dschihadisten zeigten, dass sie bis zuletzt zu kämpfen entschlossen seien. 

Seit Anfang Januar haben nach SDF-Angaben mehr als 66.000 Menschen Baghus verlassen, darunter 5000 Dschihadisten, 24.000 Angehörige und 37.000 weitere Zivilisten. Die große Zahl der Menschen in dem Dorf hat die Belagerer überrascht.

Von Baghus wurden die Frauen und Kinder in das Lager Al-Hol im kurdischen Nordosten Syriens gebracht. Das Internierungslager ist völlig überlastet, da laut dem International Rescue Committee dort inzwischen 72.000 Menschen leben, darunter mehr als 40.000 Kinder. Nach Angaben der Hilfsorganisation starben seit Dezember mindestens 138 Menschen auf dem Weg in das Lager oder kurz nach ihrer Ankunft, die meisten von ihnen Kinder.

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