Finanzen

Leichte Zinserhöhung im letzten Quartal 2019 prognostiziert

  • Redaktion - 14. Januar 2019
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@ MichaelM (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

In diesem Jahr ist bis zur zweiten Jahreshälfte mit keinem nennenswerten Anstieg der Zinsen zu rechnen. Was des einen Freud ist, ist des anderen Leid: Während Geldanleger keine hohen Renditen zu erwarten haben, dürfen Kreditnehmer mit nach wie vor mit attraktiven Konditionen rechnen.

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Richtwert für den Zinssatz, den Geldinstitute ihren Kunden vorschreiben, ist der Leitzins der Europäischen Zentralbank. Dieser Leitzins legt fest, zu welchen Konditionen die EZB den europäischen Banken Geld zur Verfügung stellt. Der letzte drastische Abfall der Zinsen erfolgte 2008, als im Zuge der internationalen Finanzkrise versucht wurde, die nationalen Wirtschaftssysteme zu entlasten. Seit 2016 befindet sich der Leitzinssatz auf Nullniveau. Verantwortlich für die Fortsetzung des Trends ist unter anderem die anhaltende finanzielle Unterstützung für die wirtschaftlich schwachen EU-Mitgliedsstaaten. Die Entwicklung ist aber nicht nur im Euro-Raum, sondern auch an den Leitzinsen des Federal Funds (USA) und der Bank of Japan zu beobachten (Quelle: Global Rates).

Die EZB legt vor: Geringfügige Erhöhung der Kreditzinsen in zweiter Jahreshälfte

Zu Beginn bleibt alles wie gehabt: In den ersten drei Quartalen 2019 dürfte die EZB nach wie vor niedrige bzw. gar keine Zinsen für die ausgefertigten Geldmittel verlangen. Die europäischen Banken und Geldinstitute fordern entsprechend geringe Zinssätze für ausgegebene Kredite. Niedrig sind somit aber auch die Zinssätze, die sie an ihre Sparer und Geldeinleger zahlen. Mit einem dramatischen Umschwung ist im gesamten Jahr 2019 nicht zu rechnen. Dennoch wird für das vierte Quartal eine geringfügige Anhebung des Zinssatzes prognostiziert. ßkonomen erwarten einen Anstieg des Leitzins der EZB auf 0,25 Prozent. Das wäre die erste Anhebung der Zinsen, seit sie sich seit 2011 in einem konstanten Abwärtstrend befanden.

Zinsentwicklung für persönliche Finanzgeschäfte nutzen

Wer die Entwicklungen auf dem Finanzmarkt beobachtet, kann dies für persönliche Entscheidungen nutzen. Die erste Hälfte 2019 ist der ideale Zeitpunkt, noch schnell einen günstigen Kredit abzuschließen und von den niedrigen Tilgungszinsen zu profitieren. Günstige Konditionen findet man online zum Beispiel bei der Norisbank. Vor allem für einen Hauskauf oder -bau stehen die Finanzsterne jetzt gut. Von langfristiger Geldbindung zu Jahresbeginn sollte man entsprechend absehen, da zu erwarten ist, dass die Konditionen zu Jahresende besser werden. Dann könnte es sich lohnen, über neue Einlegemöglichkeiten nachzudenken - zum Beispiel die Eröffnung eines Sparkontos oder den Abschluss eines Bausparvertrags.

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